Ausstand dauert an
Streik bei Boeing hält an

Der seit fünf Wochen laufende Streik beim US-Flugzeugbauer Boeing geht in die nächste Runde. Die Gespräche über die Sicherheit der Arbeitsplätze und Sozialleistungen seien ergebnislos abgebrochen worden, teilte die Tarifparteien in der Nacht zum Dienstag in Seattle mit.

HB DÜSSELDORF. Die Gewerkschaft International Association of Machinists and Aerospace warf der Konzernführung vor, dass sie 2000 Arbeitsplätze auslagern wolle. Dies sei für die Gewerkschaft nicht akzeptabel, sagte ein Sprecher. Ein neuer Termin für weitere Verhandlungen wurde nicht festgesetzt. „Wir haben hart an einer Lösung gearbeitet und wir sind sehr enttäuscht, dass die Gespräche abgebrochen wurden“, teilte Boeing mit.

Der Boeing-Vorstand betonte, dass die langfristige Wettbewerbsfähigkeit nicht durch eine vorschnelle Einigung mit der Gewerkschaft aus Spiel gesetzt werden dürfte. Rund 27 000 Beschäftigte in Washington, Oregon und Kansas haben seit Anfang September ihre Arbeit niedergelegt.

Die Gewerkschaft werde weiter nach Auswegen suchen, so dass die Mitglieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren könnten, um Flugzeuge zu bauen, erklärte die International Association of Machinists and Aerospace Workers. „Aber dies kann nicht auf Kosten von Arbeitsplätzen geschehen“, hieß es in einer Mitteilung.

Die Mechaniker von Boeing streiken seit dem 6. September für 13 Prozent mehr Lohn und gegen Einschnitte bei betrieblichen Zuschüssen zur Krankenversicherung. Je länger der Streik dauert, desto größer die Einbußen für den Airbus-Konkurrenten und die Gefahr weiterer Rückschläge bei der Entwicklung des Prestigeobjekts 787.

Bereits nach drei Wochen Arbeitskampf hatte Boeing erklärt, dass weitere Verspätungen bei der Auslieferung des Dreamliners drohten und damit entsprechende Befürchtungen bei Analysten geschürt. Bei langen Verzögerungen drohen hohe Schadensersatzzahlungen an die Fluggesellschaften.

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