Ausstieg
BMW verkauft IT-Tochter Cirquent

Vor 16 Jahren war BMW auch ins IT-Geschäft eingetreten. Jetzt trennt sich nach der Autobauer von seinem Tochterunternehmen Cirquent und behält nur noch einen Minderheits-Anteil. Die anderen gehen nach Japan.

HB MÜNCHEN. Die japanische NTT Data übernehme 72,9 Prozent an der früheren Softlab GmbH, wie die Unternehmen am Freitag mitteilten. Zum Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. BMW behalte 25,1 Prozent, Cirquent selbst hält zwei Prozent. "Durch diese Transaktion kann sich die BMW Group mehr auf ihr Kerngeschäft konzentrieren", sagte Vorstandsmitglied Friedrich Eichiner. Der Autobauer hatte zuvor mit einer Gewinnwarnung überrascht.

BMW bleibt einer der größten Kunden des IT-Beraters mit 1 700 Mitarbeitern und einem Umsatz von 286 Millionen Euro. Einem Zeitungsbericht zufolge macht die 1971 gegründete und 1992 von BMW gekaufte Cirquent 27 Prozent ihres Umsatzes mit dem Autobauer. 2008 soll der Umsatz auf 298 Millionen Euro steigen. Cirquent gehört nach eigenen Angaben zu den zehn größten IT-Beratern in Deutschland.

NTT Data, eine Tochter des japanischen Telekom-Konzerns NTT, bekommt mit der Übernahme Zugang zu großen Kunden in Deutschland. Cirquent solle weiterhin eigenständig geführt werden, große Änderungen seien nicht geplant, erklärten die Japaner. Auch eine Fusion mit der Bielefelder Itelligence AG, die Anfang des Jahres von NTT Data übernommen worden war, sei nicht geplant. Itelligence ist ein auf den Mittelstand spezialisierter SAP-Berater.

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