Auswertung
Aktionäre strömen auf Hauptversammlungen

Deutschlands größte börsennotierte Unternehmen ziehen so viele Aktionäre in ihren Bann wie noch nie. Mit durchschnittlich 59,2 Prozent des stimmberechtigten Kapitals erhöhte sich die Präsenz gegenüber dem Vorjahr um knapp drei Prozentpunkte. Das zeigt eine Auswertung des Handelsblatts, nachdem 26 der 30 Konzerne im Deutschen Aktienindex (Dax) ihre Jahrestreffen beendet haben.

DÜSSELDORF. Eine höhere Präsenz gab es zuletzt 1999. Vor neun Jahren waren im Schnitt 60 Prozent des stimmberechtigten Kapitals anwesend. Damals reichte allerdings oftmals eine Hand voll Aktionäre, um auf solch hohe Quoten zu kommen. Die meisten Unternehmen waren eng verflochten und die Aktien nicht so breit gestreut wie heute. Nach Auflösung der „Deutschland AG“ sank die Präsenz bis auf 45,9 Prozent im Jahr 2005.

Den größten Zuwachs verzeichneten in diesem Jahr Tui. Beim Reise- und Touristikkonzern erhöhte sich die Präsenz von 47 auf 72 Prozent. Ursache war der Streit zwischen Vorstandschef Michael Frenzel und seinem Großaktionär, dem norwegischen Investor John Fredriksen, um die Ausrichtung des Konzerns. Doch auch Firmen, bei denen es ruhig zuging, begrüßten mehr Aktionäre, so die Chemieriesen BASF und Bayer sowie der Stahlproduzent Thyssen-Krupp. Sie präsentierten glänzende Geschäftszahlen, starke Prognosen und Rekorddividenden.

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