Auswertung der Geschäftszahlen 2004
Japans Konzerne überbieten sich mit ihren Gewinnen

Börsennotierte japanische Unternehmen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004 ihre Gewinn kräftig steigern. In diesem Tempo wird es allerdings nicht weitergehen.

HB TOKIO. Wie die japanische Wirtschaftszeitung „Nihon Keizai Shimbun“ am Dienstag berichtete, erzielten die Unternehmen im zweiten Geschäftsjahr in Folge einen Rekordzuwachs beim Vorsteuerertrag von im Durchschnitt 20 Prozent. Das gehe aus den zum Bilanzstichtag am 31. März vorgelegten Bilanzen von 195 Unternehmen hervor, die etwa 40 Prozent der Marktkapitalisierung ausmachen.

Hintergrund der guten Zahlen sei zum einen der Anstieg der Rohstoff- und Materialpreise, der Japans Stahlkonzernen im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr 2004/2005 Rekorderträge beschert habe. Zum anderen verfügen die Unternehmen dank Restrukturierungen über effizientere Managementstrukturen als in den Krisenjahren.

Auch für das gesamte Geschäftsjahr, das am 31. März 2006 endet, erwarteten die Firmen höhere Erträge. Doch dürfte der Zuwachs nur noch einstellig ausfallen. Die steigenden Materialpreise, die den Stahlkonzernen gute Gewinne bescherrten, drückten inzwischen auf die Produktionskosten der anderen Branchen. Zudem werde sich der starke Yen negativ auf die Exporte auswirken, hieß es im dem Bericht.

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