Auswirkungen der Krise
Airbus erhält weiterhin kaum Aufträge

Der Flugzeugbauer Airbus hat heftig mit den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise zu kämpfen.

HB TOULOUSE. Die Tochtergesellschaft des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS zählte in diesem Jahr bis Ende Mai nur 32 neue Aufträge - dieser Zahl standen zudem 21 Abbestellungen gegenüber. Unter anderem stornierten Kunden fünf Aufträge für Langstreckenjets des Typs A350-800 und fünf Aufträge für Maschinen des Typs A320, wie Airbus am Freitag in Toulouse mitteilte. Netto gab es in den ersten fünf Monaten damit nur elf neue Bestellungen - zwei davon im Mai.

Der Airbus-Konzern hatte bereits Anfang Mai erklärt, dass er angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise einen starken Einbruch der Bestellungen erwarte. Brutto - also ohne Stornierungen - dürften statt 400 nur bis zu 300 Airbus-Maschinen bestellt werden, hieß es. Experten vermuten, dass auf der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris Mitte Juni neue Aufträge verkündet werden könnten.

Die Flaute bei Airbus und die quälende Hängepartie beim Militärtransporter A400m haben EADS den Start ins Jahr verdorben. Der Gewinn brach im ersten Quartal unerwartet stark um 40 Prozent auf 170 Mill. Euro ein. Während das Raumfahrtgeschäft um ein Fünftel expandierte, rissen das magere Airbus-Geschäft und ungünstige Wechselkurse den Konzernumsatz um 14 Prozent auf 8,5 Mrd. Euro nach unten, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Die EADS-Aktie fiel bis zum Mittag um 5,6 Prozent ins Minus auf 10,76 Euro und gehörte damit zu den schwächsten MDax-Werten .

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