Auto-Allianz
BMW und PSA kooperieren auch bei Hybrid-Fahrzeugen

Die Autobauer BMW und PSA Peugeot-Citroen erweitern ihre Zusammenarbeit. Angepeilt ist auch ein gemeinsamer Elektromotor. Das Zusammenrücken soll "signifikante Skaleneffekte" bringen.
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HB MÜNCHEN. Für die nächste Generation von Hybrid-Fahrzeugen wollen die Münchner und die Franzosen laut einer gemeinsamen Absichtserklärung wichtige Komponenten entwickeln und bauen, wie beide Unternehmen am Montagabend mitteilten. Das reiche von Batterien über die Ladeeinheit bis zu einem Elektromotor, sagte ein Sprecher. Daraus und durch einen gemeinsamen Einkauf seien "signifikante Skaleneffekte" zu erwarten. "Diese Kooperation leistet einen wichtigen Beitrag zu einer wettbewerbsfähigen Kostenstruktur im Bereich Elektrifizierung. Es ist zudem ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu nachhaltiger Mobilität", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer. Zu den finanziellen Details vereinbarten die beiden Konzerne Stillschweigen.

Viele Autokonzerne versuchen die hohen Entwicklungskosten für Fahrzeuge mit kombiniertem Benzin- und Elektromotor mit Kooperationen zu bewältigen. Bei BMW und PSA geht es offenbar um kleinere Hybrid-Modelle, die einen frontgetriebenen Benzinmotor erhalten sollen, mit dem BMW bisher nur beim Kleinwagenmodell "Mini" arbeitet. Die Münchener hatten aber angekündigt, die Marken BMW und Mini im Kleinwagen- und Kompaktsegment mit neuen Modellen und Varianten erweitern zu wollen. Dabei will BMW auf den Frontantrieb setzen.

Von BMW gibt es bisher nur den Geländewagen X6 und die 7er-Oberklassereihe mit Hybridantrieb. Komponenten dafür entstanden in Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz. BMW und der Kohlefaser-Spezialist SGL bauen derzeit ein Werk in den USA auf, in den leichte Karosserien für Elektroautos entstehen sollen.

BMW und PSA arbeiten seit acht Jahren bei Benzinmotoren zusammen, die in den Marken Mini, Peugeot und Citroen verbaut werden. Im Februar hatten beide die gemeinsame Entwicklung eines neuen Vierzylinder-Motors vereinbart. Die Zusammenarbeit mit PSA könne noch über die aktuelle Vereinbarung hinausgehen, sagte der Sprecher: "Es gibt weitere Gesprächsthemen."

Vor kurzem hatte BMW bekanntgegeben, auch den neuen Saab-Eigentümer Spyker mit Motoren zu beliefern.

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