
PARIS/TOKIO. Die Rede ist von einer Beteiligung zwischen 30 und 50 Prozent, was einem Wert von 1,52 bis 2,28 Mrd. Euro entspräche. PSA bestätigte, dass es Gespräch mit Mitsubishi gibt, die bestehenden Kooperationen auszubauen "bis hin zu einer strategischen Allianz". "Wenn etwas Konkretes bekanntzugeben sein wird, werden wir es ohne Verzögerung bekanntgeben", sagte ein Mitsubishi-Sprecher in Tokio.
Im Vergleich zu Giganten wie Toyota oder VW drohen beide Konzerne auf lange Sicht unter die Räder zu geraten. Analysten verweisen darauf, dass Peugeots bisherige Strategie der begrenzten Industrie-Allianzen, etwa mit Ford, BMW oder Toyota, an ihre Grenzen gestoßen ist.
Auf dem Papier ergibt ein Zusammenschluss Sinn, meinen zum Beispiel die Analysten des Brokers CM-CIC Securities, etwa mit Blick auf die Absatzgebiete: PSA macht 66 Prozent seiner Vekäufe in Europa und ist in den USA gar nicht und in Asien unterrepräsentiert. Gleich bei seinem Amtsantritt im Sommer bemängelte der Peugeot-Chef Philippe Varin, dass PSA nicht international genug sei. Mitsubishi setzt dagegen 50 Prozent in Japan und dem restlichen Asien ab, 20 Prozent der Erlöse stammen aus Europa und immerhin zehn Prozent aus den USA.
Ferner sind die Produktpaletten unterschiedlich: PSA ist mit seinen Marken Peugeot und Citroën führend bei benzinsparenden Klein- und Kompaktwagen, Mitsubishi verkauft in Asien Geländewagen und Pick-ups; viele Produktplattformen gelten indes als veraltet, also können die Japaner hier Hilfe von den Franzosen gebrauchen. Im Gegenzug hat Mitsubishi als einer der ersten Konzerne ein reines Elektro-Auto im Programm, das 2010 auf den Markt kommt.