Auto-Industrie
BMW bleibt auf Erfolgskurs - vorerst

Zwar brechen die Verkaufszahlen in Südeuropa ein, der rasant wachsende Markt Asiens aber fängt das auf. Allerdings wissen auch die BMW-Manager, wie gefährlich die Abhängigkeit von Asien sein kann.
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MünchenDer Himmel ist weiß-blau, die Nachmittagsschicht hat frei. Der gesamte BMW-Vorstand ist an diesem Freitag vor dem Stammwerk auf die Bühne gekommen. Jubel bricht los, als Norbert Reithofer ans Podium tritt. Es gilt an diesem strahlenden Oktobertag, den neuen Dreier vorzustellen, das mit Abstand meistverkaufte Konzernmodell. "Auf dieses Auto sind wir besonders stolz, es hat die Marke besonders geprägt", ruft Reithofer. Selbstverständlich werde das Auto weiter in München gebaut, sagt er - und erntet damit noch mehr Jubel. Mag Mercedes seine C-Klasse aus dem Stammwerk ins Ausland verlagern, bei BMW kommt das vorerst nicht infrage.

Der neue Dreier ist so etwas wie die Versicherung für gute Absatzzahlen - vor allem in Europa und den USA, den klassischen Märkten der Münchener. Fast ein Drittel der Verkäufe der Marke BMW entfällt auf diese Baureihe. Seit Februar hat mit der Auslieferung der Limousine die Markteinführung begonnen. Sie wird im Laufe des Jahres das Geschäft zusätzlich befeuern.

Und das liegt ohnehin schon wieder über Plan. Nach den ersten drei Monaten zeichnet sich ab, dass 2012 für BMW erneut ein Rekordjahr werden dürfte. Reihenweise setzten die Analysten ihre Prognose nach oben, zuletzt Credit Suisse und J.P. Morgan. Zwar brechen in Südeuropa die Verkäufe ein, aber die guten Zahlen aus den USA und vor allem China gleichen diese Verluste locker aus. Mit der aktuell jüngsten Modellpalette im Markt sind die Münchener zurzeit am besten für den Boom gerüstet. "Die nächsten zwei Jahre", sagt ein BMW-Manager, "müssten eigentlich ein Selbstläufer werden."

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