Auto-Industrie: Deutsche Bank hat Zugriff auf großen Daimler-Anteil

Auto-Industrie
Deutsche Bank hat Zugriff auf großen Daimler-Anteil

Aus der Pflichtmitteilung des Stuttgarter Autobauers geht hervor, dass die Deutsche Bank theoretisch Zugriff auf 18 Prozent der Anteile hat. Die Meldepflicht ist erst vor kurzem in solchen Fällen verschärft worden.
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StuttgartDie Deutsche Bank hat über Optionsgeschäfte theoretisch Zugriff auf knapp 18 Prozent des Kapitals von Daimler. Das geht aus einer am Dienstag in Stuttgart veröffentlichten Pflichtmitteilung des Autobauers hervor. Danach hält Deutschlands größtes Bankhaus 3,55 Prozent der Stimmrechte und könnte über Optionen und Swaps an weitere 14,43 Prozent kommen, wie ein Daimler-Sprecher erläuterte. Ein Banksprecher kommentierte das nicht.

Er verwies lediglich auf die Mitteilung, in der von Kauf- und Verkaufsoptionen die Rede ist. Zudem werden demnach nicht alle Optionsgeschäfte am Ende der Laufzeit mit Aktien beglichen, sondern auch mit Bargeld. Die Deutsche Bank ist als Investmentbank ein großer Akteur im Derivatemarkt - ganz überwiegend im Auftrag von Kunden.

Die Meldepflichten für Optionen sind in Deutschland jüngst verschärft worden, um für mehr Transparenz auf den Kapitalmärkten zu sorgen und ein Anschleichen von Investoren - wie zuletzt im Fall Porsche und VW - zu verhindern. Bisher hatte der Stimmrechtsanteil der Deutschen Bank, die über Jahrzehnte Großaktionär bei dem Stuttgarter Autobauer war, unter drei Prozent gelegen.

Ende März sei dieser Schwellenwert überschritten worden, im Zuge von Options- und Swapgeschäften Anfang April wurden dann weitere meldepflichtigen Schwellen übertroffen, teilte Daimler mit. Größter Daimler-Aktionär ist mit gut neun Prozent Aabar, eine Investmentgesellschaft des arabischen Emirats Abu Dhabi.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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