Auto-Machtkampf
Porsche lässt VW abblitzen

Das Management des hochverschuldeten Sportwagenbauers Porsche hat einen Kompromissvorschlag der Volkswagen-Spitze zur Integration beider Unternehmen brüsk zurückgewiesen. Damit treiben die Auseinandersetzungen zwischen VW, dem Land Niedersachsen und der Porsche-Führung auf einen neuen Höhepunkt zu. Die Folgen sind unabsehbar, eine Einigung ferner denn je.

STUTTGART/HAMBURG. In die Diskussion gerät zunehmend auch die Rolle von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Auf dem Tisch lag ein Kompromissvorschlag von VW an den Chef des Porsche-Aufsichtsrats, Wolfgang Porsche. Demnach sollen die Porsche-Eigentümer 49,9 Prozent der operativen Gesellschaft Porsche AG an Volkswagen verkaufen. Auf diese Marschrichtung sollen sich VW-Chef Martin Winterkorn und sein Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch in einem Gespräch mit Wolfgang Porsche verständigt haben, heißt es aus Verhandlungskreisen.

Mit dieser Variante hat VW dem Vernehmen nach eine Lösung der verworrenen Situation versucht. Denn die Porsche SE als Holding der Porsche-Aktivitäten hält zwar 51 Prozent der VW-Stammaktien, hat sich aber infolge der Übernahme hoch verschuldet. Nun drückt das Unternehmen eine Schuldenlast von 9 Mrd. Euro. Porsche-Chef Wiedeking versucht daher seit Wochen, fremde Investoren zu finden, um eine Übernahme durch Volkswagen zu verhindern. Dagegen favorisiert VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch, zugleich einer der Großaktionäre der Porsche SE, die Übernahme durch Volkswagen.

Martin-Werner Buchenau
Martin-W. Buchenau
Handelsblatt / Korrespondent
Mark C. Schneider
Mark C. Schneider
Handelsblatt / Redakteur
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