Autoabsatz in den USA bricht immer stärker ein
GM und Ford haken 2009 bereits ab

Die Finanzkrise macht es der Autobranche noch schwerer, ihre Verkaufszahlen aus dem Tief zu holen: Nach erneut heftigen Absatzeinbußen im US-Markt äußern sich GM und Ford auch für 2009 pessimistisch. Auch die deutschen Autobauer leiden und spekulieren nun schon auf staatliche Hilfe.

HB DÜSSELDORF. Die beiden US-Autobauer General Motors (GM) und Ford haben die Hoffnung auf bessere Geschäfte im kommenden Jahr aufgegeben. 2009 werde nicht besser als 2008 ausfallen, sagte Ford-Chef Alan Mulally auf dem Pariser Autosalon. Bis 2010 sehe er keine Erholung.

GM-Spitzenmanager Fritz Henderson sagte, die Automärkte in den USA und Europa blieben auch im ersten Halbjahr 2009 noch schwach. Die Entwicklung auf dem US-Automarkt ist seit Jahren mau. Vor allem die einheimischen Hersteller leiden darunter, dass sich immer weniger Käufer für ihre großen Limousinen und Geländewagen entscheiden. Die Konzerne hatten auf die Sprit schluckenden Fahrzeuge gesetzt und waren vom Trend zu kleinen und sparsamen Autos überrollt worden. Nun trifft zusätzlich die Finanzkrise die Autobranche mit voller Wucht.

Immer weniger Amerikaner bekommen Kredite zum Neuwagenkauf. US-Präsident George W. Bush hat daher am Dienstag ein milliardenschweres Hilfspaket für die Branche unterzeichnet, der in diesem Jahr der dritte Verkaufsrückgang in Folge und der schwächste Absatz seit 15 Jahren droht.

Volkswagen will von den US-Staatshilfen für die amerikanische Autoindustrie profitieren. Zu gegebener Zeit werde VW die Hand heben, sagte Konzernchef Martin Winterkorn beim Pariser Autosalon am späten Mittwochabend. Der Konzern, der den Beginn der Produktion in einem Werk in Tennessee plant, solle Zugang zu dem Hilfsprogramm haben, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. US-Präsident George W. Bush hatte am Dienstag ein Gesetz unterzeichnet, das 25 Milliarden Dollar Kredite für die Autobauer vorsieht.

Die von der Finanzkrise gebeutelten amerikanischen Verbraucher schieben den Kauf eines Neuwagens derzeit auf. Die großen Autohersteller verbuchten daher im September teilweise heftige Absatzeinbußen auf dem weltgrößten Automobilmarkt. Auch die deutschen Hersteller, die in den vergangenen Monaten von der Nachfrage nach spritsparenden Modellen profitierten, konnten sich der Zurückhaltung der Amerikaner beim Autokauf nicht entziehen.

Wie Daimler am Mittwoch mitteilte, ging der Absatz in der Division Mercedes Benz Cars im September im Vergleich zum Vorjahresmonat in den USA um 8,5 Prozent auf 20 557 Fahrzeuge zurück. Selbst ein Absatz von 1 778 des seit Jahresbeginn auf dem US-Markt erhältlichen Kleinwagens Smart im vergangenen Monat konnte einen Rückgang in der Sparte nicht verhindern. Der Absatz der Marke Mercedes-Benz brach sogar um 16,4 Prozent ein.

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