Autobahn und zweispurige Eisenbahnverbindung zählen zum Maßnahmenpaket
Schwedische Regierung plant Milliardenhilfe für Saab

Bessere Straßen- und Eisenbahnverbindungen sowie eine intensive Schulung der Arbeiter gehören zu einem Maßnahmepaket, mit dem die schwedische Regierung den US-Autogiganten General Motors (GM) dazu bringen will, die Produktion der Neuner-Reihe von Saab und des Opel Vectra in Trollhättan statt in Rüsselsheim anzusiedeln.

HB STOCKHOLM. Die meisten Investitionen im Wert von 10 Milliarden schwedischen Kronen (1,1 Mrd Euro) waren schon vor Bekanntwerden der Pläne von GM, in Europa 12 000 Stellen zu streichen, beschlossen worden.

Industrieminister Thomas Ostros sagte am Dienstag in Stockholm, dies Paket sei aber nicht nur auf die Saab-Fabrik in Trollhättan bei Göteborg ausgerichtet, sondern auf den ganzen Südwesten des Landes. Die Arbeiten an der Autobahn zwischen dem Saab-Standort und der Hafenstadt sollen nun früher als zunächst geplant beginnen. Eine zweispurige Eisenbahnverbindung soll den Frachtverkehr zwischen den beiden Städten verbessern, sagte Ostros.

General Motors will die Produktion der Neuner-Reihe von Saab sowie des Opel Vectra in einem Werk konzentrieren. Eine Entscheidung soll im ersten Quartal 2005 fallen. General Motors hat entsprechende Medienberichte über eine Entscheidung für einen Standort als falsch zurückgewiesen.

Laut Gewerkschaft steht in dem schwedischen Konzept, das bei der Zürcher GM-Europazentrale eingereicht wurde, wie Saab seine jährliche Autoproduktion von derzeit 130 000 auf 300 000 Stück steigern kann. Dazu ist auch eine dritte Schicht vorgesehen.

In Trollhättan sollen nach den bisherigen GM-Sparplänen 540 von etwa 5500 Stellen gestrichen werden. Für Rüsselsheim steht ein Personalabbau von bis zu 4500 der 20 000 Stellen auf dem Papier.

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