Autobaue will Produktionen zusammelegen
Opel-Betriebsrat fürchtet Schließung des Werks Rüsselsheim

Der Betriebsrat des Autobauers Opel sorgt sich um den Standort Rüsselsheim. Das Werk sei das modernste im Konzern - sollte Opel dennoch eine Schließung erwägen, seien die Arbeitnehmervertreter zum Kampf bereit.

HB BERLIN. Der Opel-Betriebsrat befürchtet die Schließung des Stammwerks in Rüsselsheim. Opel dürfe aber die Kampfesbereitschaft der Betriebsräte und der Beschäftigten nicht unterschätzen, sagte der Betriebsratsvorsitzende Klaus Franz der «Welt am Sonntag» (WamS). In Rüsselsheim beschäftigt Opel 20.000 Menschen.

Das hessische Werk sei jedoch das modernste Werk im General-Motors-Konzern und biete «hervorragende Standortvorteile», sagte Franz. Der Betriebsrat gehe «deshalb ausgesprochen selbstbewusst in die Diskussion» und werde sich nicht «durch die Diskussion der beiden Standorte (...) in einen Wettbewerb des Sozial-Dumpings reinziehen lassen».

Die US-Mutter des Autobauers, General Motors, hatte am vergangenen Freitag angekündigt, die Produktion der Mittelklasse-Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Saab und Cadillac in einem Werk zusammenlegen zu wollen. Bislang werden diese Modelle im Werk Rüsselsheim und im schwedischen Saab-Werk Trollhättan hergestellt. Eine Entscheidung über die Werke werde erst Anfang kommenden Jahres fallen, sagte eine Opel-Sprecherin am Freitag. Außerdem könne sich der unterlegene Standort um die Produktion anderer Modelle bewerben.

Die europäischen GM-Arbeitnehmervertreter hatten unterdessen einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen gefordert. In einem «Zukunftsvertrag» für alle europäischen Standorte des Konzerns solle dies festgeschrieben werden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung, die nach Beratungen im schwedischen Trollhättan am Freitag veröffentlicht wurde.

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