Autobauer
Ablehnung von Staatshilfen für Opel und neue Verzögerungen

Eine große Mehrheit der Deutschen lehnt Staatshilfen für Opel ab, wie eine exklusive Umfrage zeigt. Das gilt selbst für die Bürger der direkt betroffenen Bundesländer mit eigenen Opelwerken: auch dort halten zwei Drittel der Bürger Subventionen für den falschen Weg. Unterdessen verzögert sich der Sanierungsplan für den angeschlagenen Autobauer abermals.
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bag/HB BERLIN/RÜSSELSHEIM. Dass die meisten Deutschen Staatshilfen für Opel ablehnen, ergab eine repräsentative Umfrage des Bamberger Centrums für empirische Studien, die dem Handelsblatt vorliegt. Die Umfrage unter 1070 Erwachsenen ist die erste nach der Entscheidung von GM Anfang November, Opel doch nicht zu verkaufen.

Die meisten Befragten meinen, dass ein Verkauf besser gewesen wäre für Opel: 47 Prozent halten den österreichischen Interessenten Magna für den besseren Investor. Nur jeder fünfte vertraut auf GM. Die Verantwortung für das Scheitern des Verkaufs sieht die große Mehrheit bei der Führung von GM und der US-Regierung. Jeder vierte weist jedoch auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Ex-Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) eine große Verantwortung zu - unabhängig von der Parteienpräferenz.

GM-Europachef Nick Reilly wird seinen Sanierungsplan für den angeschlagenen Autobauer Opel unterdessen erst im Januar 2010 vorlegen. "Dies ist kein gebrochenes Versprechen. Es ist vielmehr ein Versprechen, alles richtig zu machen", schreibt Reilly in einem am Donnerstag auf einer GM-Internetseite veröffentlichten Beitrag.

Ursprünglich hatte Reilly den Plan, mit dem er bei europäischen Regierungen um 2,7 Mrd. Euro Staatshilfe werben will, für Mitte Dezember angekündigt, zuletzt hatte er einen Termin am Jahresende angestrebt. "Jetzt sieht es so aus, als ob es Januar werden könnte."

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