Autobauer
BMW kippt Absatzziel und fürchtet Verlust

Mieser könnte die Stimmung auf der Bilanz-Pressekonferenz von BMW kaum sein: Der Autobauer kassiert sein langfristiges Absatzziel und wagt für 2009 keine Prognose. Konkret wurde BMW lediglich bei den Gehältern seiner Mitarbeiter.

fas/HB MÜNCHEN. BMW rückt von seinem Absatzziel für 2012 von 1,8 Mio. Fahrzeugen ab. „Ich gehe momentan nicht mehr davon aus, dass wir im Jahr 2012 1,8 Mio. Fahrzeuge verkaufen“, sagte BMW-Chef Norbert Reithofer am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz in München. Es dürften eher 1,7 Millionen Einheiten sein.

Wahrscheinlich werde man mindestens 100 000 Einheiten unter dem ursprünglichen Ziel bleiben, sagte der Manager. Bevor eine neue Absatzprognose erstellt werde, sollten aber noch die nächsten sechs bis sieben Monate abgewartet werden, so Reithofer. Im vergangenen Jahr hatte der Dax-Konzern weltweit 1,4 Mio. Autos verkauft.

An den Profitabilitätszielen für 2012 hielt der Konzern am Mittwoch aber fest. Demnach soll 2012 im Bereich Automobile eine Umsatzrendite von acht bis zehn Prozent erzielt werden. Im vergangenen Jahr lag sie wegen hoher Belastungen unter anderem aufgrund niedrigerer Restwerte von Leasingfahrzeugen bei 1,4 Prozent.

Für das laufende Jahr wollte der Münchener Dax-Konzern jedoch keine konkrete Ergebnisprognose nennen. Auf der Bilanzpressekonferenz hieß es lediglich, der Automobilabsatz des vergangenen Jahres von 1,4 Mio. Fahrzeugen werde nicht erreicht. 2009 werde ein "Übergangsjahr". Ob angesichts dieser Einbrüche im Startquartal und im Gesamtjahr mit Verlusten zu rechnen sei, wollte Reithofer nicht beantworten. Er verwies auf die nie dagewesene Krise der Autobranche und sagte: „Wir kämpfen.“

Im laufenden Jahr liege der Schwerpunkt auf der finanziellen Stabilität des Unternehmens. "Eine solide finanzielle Basis und hohe Liquidität sind die Grundlage, um unternehmerisch handlungsfähig zu sein," sagte der BMW-Chef Norbert Reithofer. Den Bestand an flüssigen Mitteln und Wertpapieren bezifferte das Unternehmen zum Jahresende 2008 auf 8,1 Mrd. Euro.

Auch in der Krise will BMW seine Unabhängigkeit bewahren. Dies schließe weitere Kooperationen mit anderen Herstellern, "wo es erforderlich und sinnvoll ist", nicht aus. Derzeit arbeiten die Münchner mit dem französischen PSA-Konzern Citroen Peugeot bei den Motoren für die Konzernmarke Mini zusammen.

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