Industrie

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Autobauer: BMW peilt drittes Erfolgsjahr in Folge an

Während die Marke in China stark wächst, stagniert sie in den USA. Insgesamt steigert sich die Kernmarke BMW um 11,5 Prozent. Von der Krise im Süden Europas bekommen die Münchener Autobauer wenig mit.

Detroit Motor Show: BMW präsentierte Anfang Januar neue Modelle. Quelle: SAP/dpa
Detroit Motor Show: BMW präsentierte Anfang Januar neue Modelle. Quelle: SAP/dpa

FrankfurtIm Rennen mit Audi hat BMW zu Jahresbeginn an Boden verloren. Die Kernmarke BMW steigerte den Absatz im Januar zwar kräftig um 11,5 Prozent auf rund 107.300 Einheiten - ein Rekord, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Allerdings blieben die Münchner damit hinter der VW -Tochter Audi aus dem nahen Ingolstadt, die mit einem Absatzplus von über 16 Prozent auf 111.750 Fahrzeuge ein fulminanter Start ins neue Jahr gelungen war. Am schwächsten war die Daimler -Kernmarke Mercedes-Benz mit plus 9,2 Prozent gestartet.

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Besonders kräftig steigerte sich BMW in China, wo die weiß-blaue Marke 14,3 Prozent mehr Fahrzeuge an die Kundschaft brachte als vor Jahresfrist. Auf dem für Oberklasseautos ebenfalls wichtigen US-Markt kletterten die Auslieferungen aber nur marginal um 0,7 Prozent. Im krisengeplagten Westeuropa verbuchte BMW nur in Italien keinen Zuwachs - insgesamt legte der Absatz der Kernmarke nach Angaben einer Sprecherin in Westeuropa um 11,1 Prozent zu. Auf dem Heimatmarkt in Deutschland steigerte BMW sich um 8,5 Prozent.

Die zehn größten Autohersteller Europas 2012

  • Platz 10

    Nissan

    Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 9

    Toyota

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 8

    Daimler

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 7

    BMW Gruppe

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 6

    Fiat Gruppe

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 5

    Ford

    Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 4

    General Motors

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 3

    Renault Gruppe

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 2

    PSA Gruppe

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 1

    Volkswagen

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Quelle

Insgesamt schlug der Münchner Konzern, zu dem neben BMW auch die Kleinwagenmarke Mini gehört, im Januar rund um den Globus rund 123.300 Fahrzeuge los, plus zehn Prozent und nach Unternehmensangaben ebenfalls Rekord. Bei BMW waren vor allem das Mittelklassemodell 3er und der kleine Geländewagen X1 stark gefragt. Auch der etwas größere X3 und der kompakte Golf-Konkurrent 1er verbuchten Zuwächse. Das Gleiche gilt für den besonders bei Geschäftsleuten beliebten 5er und den 6er. Mini steigerte den Absatz in China um ein Fünftel. Weltweit hielt sich das Verkaufsplus wegen bevorstehender Modellwechsel jedoch in Grenzen (plus 0,6 Prozent).

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Auch dank der Zuwächse in China zeigte sich BMW sich für die nächsten Monate optimistisch. In Europa dürften die Rahmenbedingungen in einigen Märkten zwar schwierig bleiben, dagegen rechnet der Konzern in Asien und Amerika mit weiteren Zuwächsen. "Mit den neuen Modellen, die im laufenden Jahr an den Start gehen und uns weiteren Rückwind verschaffen werden, haben wir die Weichen für weiteres Wachstum gestellt und streben damit das dritte Rekordjahr in Folge an", sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson.

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Für Oberklasseautobauer wird China immer wichtiger, weil sich die aufstrebende Mittelklasse dort immer mehr Luxusautos leistet. Davon profitiert auch der Sportwagenbauer Porsche, der vor allem mit seinen großen Modellen Pamanera und Cayenne bei den Chinesen landen kann. Im abgelaufenen Jahr lieferte die zu Volkswagen gehörende Marke in Festlandchina, Hongkong und Macau 31.200 Fahrzeuge aus, plus 28 Prozent. Damit ist dies für Porsche die am schnellsten wachsende Region.

  • 08.02.2013, 16:42 UhrDurchblick

    Dem kann ich nur zustimmen. M.E. ist der BMW Mini mehr Premium als das Polo-Derivat Audi A1. Die Preise bei Mini sind z.T. richtig abgehoben: Es macht gar kein Problem, ein Auto für 45 Td € zusammenzustellen.
    Im übrigen sollte man mehr die Umsatzzahlen ergleichen, und nicht so sehr die Stückzahlen. In den Umsätzen spiegelt sich die Hochwertigkeit der abgesetzten Fahrzeuge, also das Premium wider. Und da ist Mercedes immer noch um Längen vor Audi und BMW sowieso.

  • 08.02.2013, 15:17 UhrSportfreak1985

    Das Fazit, BMW hätte gegenüber Audi im Januar an Boden verloren, ist angesichts der zu Grunde liegenden Vergleichbarkeit der Kernmarken nicht korrekt. Während der Audi A1 natürlich einen Teil der Absatzzahlen von Audi darstellt, wird der Mini als direkter Wettbewerber des A1 jedoch nicht zur Kernmarke BMW gezählt. Also entweder man vergleicht BMW und Mini mit Audi, oder man vergleicht BMW mit Audi ohne den Zahlen des A1. In Summe ergibt sich daher bereits im ersten Monat des neuen Jahres für die BMW Group ein Vorsprung von ca. 12.000 Fahrzeugen.

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