Autobauer
BMW sieht sich vor „enormen Herausforderungen“

Nach einem Rekordgewinn im abgelaufenen Jahr kämpft BMW mit immer stärkerem Gegenwind. Vorstandschef Norbert Reithofer schloss trotz steigender Absatzzahlen einen Gewinnrückgang nicht aus. Der Autobauer hat mit zahlreichen Schwierigkeiten zu kämpfen.

HB MÜNCHEN. Nach mehreren Jahren auf der Überholspur bremst BMW langsam ab. Vorstandschef Norbert Reithofer präsentierte am Dienstag in München zwar noch einmal Rekordzahlen: Erstmals mehr als 1,5 Mill. Autos verkauft, weiterhin vor Mercedes Nummer eins bei den Premiumherstellern, Umsatzrekord und ein Rekordgewinn von 3,13 Mrd. Euro. Aber jetzt türmen sich die Hindernisse.

"Wie passen anhaltend hohes Ergebnisniveau und Sparmaßnahmen zusammen?" fragte Reithofer in seiner Bilanzpressekonferenz und erklärte: "Wir stehen vor enormen Herausforderungen." Nur bereinigt und vor Steuern soll der Gewinn 2008 steigen.

Zu jedem Problem präsentierte der 51-Jährige, der seit eineinhalb Jahren den Münchner Autokonzern lenkt, zumindest im Ansatz die Lösungen. Das gehe nicht auf die Schnelle. Aber "entscheidend ist, wer seine Ziele langfristig erreicht", sagte der Manager, der für sein "nachhaltiges Management" vom ADAC soeben zur "Persönlichkeit des Jahres" gekürt wurde.

Größtes Problem für BMW sind die USA - der größte Absatzmarkt der Münchner. In den USA verkaufen sie 335 000 ihrer insgesamt 1,5 Mill. Autos, fast so viel wie Mercedes und Audi zusammen. Aber der Dollarkurs ist jedes Jahr um zehn Prozent gesunken, Tendenz weiter fallend. BMW verdient also immer weniger Euro mit seinen Autos. Die Währungsverluste haben BMW im vergangenen Jahr 515 Mill. Euro gekostet.

Durch bessere Absicherung sollen es dieses Jahr weniger als 400 Mill. sein. Zudem erhöht BMW die Kapazität seines einzigen US-Werks Spartanburg um die Hälfte. Zugleich soll es statt 30 künftig 60 Prozent der Teile in den USA kaufen. Auch die Zulieferungen aus den USA nach Europa würden erhöht, sagte Finanzchef Michael Ganal: Neun Prozent seien viel zu wenig.

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