Autobauer
BMW strebt neues Rekordjahr an

Deutschlands Autobauer stehen glänzend da, allen voran Volkswagen und BMW. Während die Wolfsburger für dieses Jahr eine Verschnaufpause erwarten, beschleunigen die Bayern noch und jagen bereits neue Rekorde.
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München/DüsseldorfDer Oberklasse-Autobauer BMW will 2012 erneut Rekorde einfahren und in den Folgejahren schneller wachsen als geplant. „Wir streben 2012 neue Bestmarken beim Absatz und dem Konzernergebnis vor Steuern an“, sagte Vorstandschef Norbert Reithofer am Dienstag. Im vergangenen Jahr verkaufte der Münchner Konzern weltweit 1,67 Millionen Autos und erzielte damit einen Gewinn vor Steuern von 7,4 Milliarden Euro.

Ins Jahr 2012 sei BMW mit einem guten Auftragsbestand gestartet, sagte Reithofer. Dank neuer Modelle, vor allem dem Verkaufsschlager 3er, werde der Konzern stärker wachsen als der Gesamtmarkt. Zumindest beim Absatz ist Daimler aber besser gestartet als BMW, mit einem Plus von mehr als einem Fünftel in den ersten beiden Monaten im Vergleich zu 14,2 Prozent. Reithofer hatte kürzlich angesichts des schwächelnden europäischen Markts und des Wechsels vom alten zum neuen 3er gesagt: „Die ersten drei Monate sind für uns eine Herausforderung.“

BMWs Rendite in der Kernsparte Automobile soll im laufenden Jahr am oberen Ende des anvisierten Korridors von acht bis zehn Prozent liegen; 2011 betrug sie 11,8 Prozent und damit unter dem Wert von Erzrivale Audi (12,1 Prozent) aber deutlich über dem des Erzrivalen Mercedes (neun Prozent).

Für 2013 rechnet der Premiumhersteller mit weiterem Wachstum und höherem Umsatz und Ergebnis - sofern die konjunkturellen Rahmenbedingungen stabil bleiben. Bis zum Jubiläumsjahr 2016, wenn BMW 100 Jahre alt wird, will Reithofer noch mehr Gas geben. „Wir streben 2016 einen Absatz von weltweit über zwei Millionen Fahrzeugen an. Damit wird das ursprünglich für 2020 vorgesehene Ziel deutlich früher erreicht als geplant.“

In das Rennen um die Krone im Oberklasse-Segment kommt so noch mehr Tempo: Die Ingolstädter VW-Tochter Audi hat sich zum Ziel gesetzt, BMW bis 2015 vom Premium-Thron zu stoßen und den Spitzenplatz bis 2020 zu behalten.

Auch der Stuttgarter Rivale Daimler will mit seiner Nobelmarke Mercedes wieder die Führung übernehmen, die er lange Jahre fast selbstverständlich innehatte. Zuletzt lag er - gemessen an den Absatzzahlen - auf Platz 3 und der Mutterkonzern Daimler fiel sogar beim Börsenwert erstmals hinter die Münchener zurück – wenn auch nur vorübergehend.

Unter dem Strich verdiente die Nobelmarke 4,9 Milliarden Euro – ein dickes Plus von 51,3 Prozent. Der Umsatz kletterte von 60,5 Milliarden Euro auf einen Rekordwert von 68,8 Milliarden Euro.

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