Autobauer
BMW will tausende Jobs streichen

Der Autobauer BMW streicht im kommenden Jahr trotz eines Rekordabsatzes tausende von Arbeitsplätzen. Der Großteil der Stellen soll in Deutschland abgebaut werden. Genauere Zahlen kursieren bereits – und auch welcher Standort wohl am meisten davon betroffen sein wird. Der Kurs der BMW-Aktien zog nach der Mitteilung an.

fas/ HB MÜNCHEN. Der Stellenabbau ist Teil des milliardenschweren Sparprogramms, mit dem der Autobauer seinen jahrelangen Margenverfall stoppen will. „Betriebsbedingte Kündigungen sind derzeit nicht geplant“, sagte ein BMW-Sprecher am Freitag in München. Der Konzern bestätigte, dass mehrere tausend Arbeitsplätze wegfallen. In Branchenkreisen wurde eine Zahl von 8000 Stellen, über die der „Spiegel“ berichtet hatte, als „nicht unplausibel“ bezeichnet.

Betroffen seien vor allem Leiharbeiter, betonte der Konzern. Ihr Anteil ist vor allem im Leipziger Werk besonders hoch. Auch in der Stammbelegschaft sind aber größere Einschnitte geplant. Derzeit hat BMW gut 107 000 eigene Beschäftigte.

BMW steuert auch in diesem Jahr auf einen Rekordabsatz und - bereinigt um einen Sondereffekt - auch auf einen Rekordgewinn zu. Bei der Umsatzrendite ist der Konzern aber hinter andere Premiumhersteller zurückgefallen.

Ende September hatte er daher ein neues Mittelfristziel ausgegeben. Demnach sollen bis 2012 sechs Mrd. Euro konzernweit eingespart werden. Die Umsatzrendite von zuletzt 5,3 Prozent soll auf acht bis zehn Prozent steigen. Erreicht werden sollte das ehrgeizige Programm durch Effizienzsteigerungen in der Produktion. Von Arbeitsplatzabbau war jedoch keine Rede.

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