Autobauer
Chrysler und Fiat besiegeln Allianz

Am Ende ging alles ganz schnell: Chrysler und Fiat haben ihre Zusammenarbeit festgezurrt. Aufgrund juristischer Schwierigkeit drohte der Deal in letzter Sekunde noch zu platzen. Doch nachdem diese Zweifel heute Nacht ausgeräumt worden waren, entsteht nun einer der größten Autobauer der Welt.

HB NEW YORK. Der drittgrößte US-Autobauer Chrysler hat seine Allianz mit dem italienischen Autobauer Fiat besiegelt und kann nun neu durchstarten. Die entsprechenden Papiere wurden Chrysler-Angaben zufolge am Mittwoch in New York unterzeichnet. Der Einstieg des Fiat-Konzerns soll für Chrysler die Rettung bringen.

Der ungewöhnlich schnelle Abschluss des Insolvenzverfahrens gibt auch dem größten US-Autobauer General Motors (GM) Anlass zur Hoffnung. Die bisherige Opel-Mutter steckt seit Anfang des Monats in der Insolvenz und will binnen 60 bis 90 einen Neuanfang über eine weitgehende Verstaatlichung schaffen. Der Fall ist allerdings weit komplizierter.

Heute Nacht hatte das oberste US-Gericht den Chrysler-Verkauf an den italienischen Autobauer genehmigt und Einsprüche von Gläubigern und Gegnern abgewiesen. Damit war die letzte juristische Hürde genommen. Andernfalls hätte Chrysler binnen Tagen die Liquidation gedroht.

Die US-Regierung begrüßte die Entscheidung. "Wir sind glücklich, dass die Allianz zwischen Chrysler und Fiat nun realisiert werden kann", hieß es aus dem Präsidialamt. "Die Allianz Chrysler-Fiat kann nun weitergehen", erklärte das Weiße Haus. Sie erlaube es, dass Chrysler aus der Krise als "konkurrenz- und lebensfähiger Autobauer" hervorgehe.

Der Supreme Court veröffentlichte am Dienstag eine kurze Erläuterung der Entscheidung. Darin hieß es, um einen Aufschub zu erreichen, hätten die Kläger mindestens vier der neun Richter auf ihre Seite bringen müssen. Das sei nicht geschehen. Damit steht dem geplanten Verkauf von Chrysler nichts mehr im Weg, der von einem US-Berufungsgericht in New York bereits genehmigt worden war.

Fiat hatte zuvor mit einem Platzen der Einigung gedroht, sollte es weitere Verzögerungen beim Verkauf von Chrysler geben. Die Italiener hätten das Geschäft abbrechen können, wäre es nicht, wie ursprünglich geplant, bis zum kommenden Montag unter Dach und Fach gewesen. Diese Gefahr drohte aufgrund der von den Gegner verfolgten Verzögerungsstrategie. Hätten die Mailänder von ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch machen, wäre Chrysler keine Alternative zur endgültigen Schließung geblieben.

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