Autobauer: Datenschützer machen Daimler Vorwürfe

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Datenschützer machen Daimler Vorwürfe

Die Deutsche Telekom und Daimler haben offenbar etwas gemeinsam: Denn nach Angaben von Datenschützern ist auch der Autobauer zu lax mit Informationen von Mitarbeitern umgegangen.

HB STUTTGART. Um etwa Fehlzeiten wegen Krankheit zu verringern, seien im Werk in Stuttgart-Untertürkheim ärztliche Diagnosen und Krankheitsursachen von Mitarbeitern abgefragt worden, die nicht hätten erhoben werden dürfen, teilte die Aufsichtsbehörde für den Datenschutz im nichtöffentlichen Bereich am Montag mit.

Einige dieser Daten seien mit Führungskräften, Vertretern der Personalabteilungen und anderen diskutiert worden. Die betroffenen Mitarbeiter seien darüber vorab nicht informiert worden. Überdies hätten an den Gesprächsrunden auch Menschen teilgenommen, die nach Auffassung der Behörde nicht hätten teilnehmen dürfen. Das Amt forderte den Konzern zu Nachbesserungen auf.

Das "Gesundheits- und Fehlzeitenmanagement" genannte Verfahren bei Daimler geht nach Auskunft der Datenschützer auf eine Erklärung von Werksleitung und Betriebsrat aus dem Jahr 2003 zurück. Vorgesehen sind Mitarbeitergespräche nach längerer oder wiederholter Krankheit. Damit sollten Fehlzeiten verringert und Mitarbeiter nach Krankheiten auch besser wieder eingegliedert werden.

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