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Autobauer: Die große Rabattschlacht um die Gunst der Kunden

exklusiv Wer jetzt ein Auto kauft, kann kräftig sparen: Die Rabatte der Hersteller sind so hoch wie zuletzt vor fünf Jahren. Eine Trendwende ist nicht abzusehen - auch wenn die miesen Margen Herstellern und Handel zusetzen.

Der „Panda“ des italienischen Automobilherstellers Fiat. Quelle: dpa-tmn
Der „Panda“ des italienischen Automobilherstellers Fiat. Quelle: dpa-tmn

HamburgVolkswagens Vertriebschef Christian Klingler kennt die Gefahr. Das Umfeld im Schlussquartal ist für die Autohersteller deutlich schlechter als in den Monaten zuvor. VW sei vorsichtig, aber wenn nötig, „müssen wir über Preisaktivitäten nachdenken“, sagt Klingler. Zu Deutsch: Der Autobauer muss möglicherweise höhere Rabatte gewähren, um seine dominante Position auf dem deutschen Automarkt zu behaupten.

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Mit Rabatten – ob versteckt oder ganz offen beworben – kämpfen die großen Autohersteller schon immer um die Gunst der Kunden. Doch derzeit erreicht die Rabattschlacht einen neuen Höhepunkt. Die Hersteller geben Preisnachlässe wie schon seit fünf Jahren nicht mehr. Das ergibt eine Untersuchung des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. Die Studie zeigt: Die tatsächlich im deutschen Markt erzielten Preise für Neuwagen liegen im Schnitt mehr als 18 Prozent unter den offiziellen Preistafeln der Autobauer.

„So groß war der Abstand zwischen Listenpreis und tatsächlichem Transaktionspreis seit der Einführung unserer Rabattmessung noch nie“, sagt Ferdinand Dudenhöffer, Chef des CAR. Für die Kunden gilt: Wer sich jetzt ein Auto kaufen will, der kann sich freuen.

Spitzenreiter bei den Rabatten ist der italienische Konzern Fiat. Die Italiener leiden unter der schwachen Nachfrage in Südeuropa und wollen deshalb das Geschäft in Deutschland ankurbeln. Auf den Kleinwagen Panda gewährt Fiat 32 Prozent Preisnachlass. Mehr als 30 Prozent Rabatt gibt der französische Hersteller Citroën auf seinen Kleinwagen C1. Selbst der deutsche Premiumhersteller BMW, der Rekordzahlen schreibt, räumt im Rahmen eines Leasingprogramms mehr als 30 Prozent Rabatt auf die 3er-Serie ein. Grund ist der Modellwechsel des Bestsellers.

Eine Trendwende beim Preiskampf ist nicht abzusehen. Was für die Kunden erfreulich ist, bringt viele Autobauer in die Bredouille. Hersteller und Handel nehmen „sehr schlechte Margen im Oktober und in den Folgemonaten“ in Kauf, sagt Dudenhöffer. Der deutsche Automarkt stecke in der Preis- und Rabattfalle – das trübe im vierten Quartal die Ergebnisse der Unternehmen auf dem wichtigsten Markt Europas stark ein.

  • 31.10.2011, 14:31 UhrAnonymer Benutzer: Hans

    Teil 2

    Erstaunlich ist auch wie die Medien mit Vorliebe sich an Desinformationen beteiligen, wie bei den Vorfällen mit Toyota-Fahrzeugen. Während man wochenlang über Toyota herzog ohne jeglichen Beweis für die Fehlfunktionen der elektronischen Steuerungen, verwendete man lediglich einen relativ kurzen Artikel zur Richtigstellung, dass der Konzern nicht daran Schuld war, sondern die Fahrer Bremse mit Gaspedal verwechselt haben.
    Aber richtig Angst und Bange sollte jedem werden, wenn man die Rückrufaktionen mal nennen würde, wo wirklich große Fehler gemacht wurden. So gab es Fälle, wo ein entscheidender Draht innerhalb des Bremssystems ab einer bestimmten Temperatur nicht mehr funktionierte und die Fahrzeuge nicht mehr in der Lage waren zu bremsen. Ein kleiner von jährlich hunderten Fällen…

    Oder zahlreiche weitere Schweinereien, die hier aber zu weitgehen würden, stellt deutlich den nicht vorhandenen Respekt B2C dar.

    Nach meiner Erfahrung gibt es weltweit nur einen Hersteller, dem wirklich viel am Kunden liegt: TOYOTA: Niemand reagiert so sensibel wie dieser Konzern, wenn Bauteile nicht funktionieren. Die Zulieferer bekommen von Toyota nur Aufträge, wenn sie 24h-Service garantieren. Dabei ist man sehr empfindlich. Weicht die Funktionalität nur gering ab, muss der Zulieferer sofort Abhilfe schaffen und kommt im Voraus für den Schaden auf. Da wird pauschal gleich eine „Strafe“ verhängt. Der Hersteller mit den größten Ansprüchen…

  • 31.10.2011, 14:30 UhrAnonymer Benutzer: Hans

    Teil 1

    Wie die Vorredner schon angedeutet haben, ist der Preis in Deutschland eine Frechheit. Ich habe die Hälfte meiner erwerbsfähigen Zeit bei den größten deutschen Automobilkonzernen im Controlling gearbeitet und ich habe voller Stolz KEIN Auto. Wenn man die Stückliste und die dazugehörigen Preise kennt, muss man schon dumm sein, wenn man sich dann noch ein Auto anschafft.
    Besonders VW ist bei seiner Preisgestaltung dreist. Im Durchschnitt verkauft VW die erworbenen Teile (eines Fahrzeugs) für das 10- bis 15 fache weiter an den Deutschen. Auch wenn das nur die Materialkosten sind, zeigt das doch, dass sie keinerlei Interesse an einer langfristigen Kundenbindung haben.

    Und wie „Mollemopp“ schon angedeutet hat, kann man Testberichten nicht trauen. Mir ist kein Magazin aus der Vergangenheit bekannt, dass wirklich objektiv getestet hat. Die Automobilbranche ist ein Saustall. Das Personalkarussell dreht sich schnell und nicht selten arbeitet ein gekränkter Testfahrer eines Automobilkonzerns bei einem Magazin und gibt nicht selten widersprüchliche Bewertungen ab. Oder -wie auch in der Versicherungsbranche- gewinnt bei den Testberichten immer das Auto, bei dem der Hersteller am meisten für die Testsieger bezahlte. Dann werden schnell die Gewichtungen angepasst und wem wundert es, nicht selten gewinnt dann das deutlich schlechtere Modell.

    Oder beeindruckend ist auch -insbesondere bei Daimler- dass bei der Lieferantensuche nahezu immer der billigste Anbieter gewählt wird, selbst dann, wenn die Qualität weit unter Durchschnitt liegt.

  • 31.10.2011, 13:25 UhrAnonymer Benutzer: Bulli-Fan

    Leute, es ist ziemlich einfach, auch in Deutschland einen relativ günstigen Neuwagen zu kaufen, insbesondere von der hier mehrfach gescholtenen Marke VW:
    1. Möglichkeit: Ein Reimport-Fahrzeug kaufen. Das besorgt einem nahezu jedes kleinere Autohaus - und sogar mancher Marken-Händler.
    2. Möglichkeit: Bei einem Internet-Händler kaufen.
    3. Möglichkeit: Den Marken-Händler mit einem konkreten Angebot aus dem Internet konfrontieren. Sofort schrumpt der errechnete Listenpreis um einige tausend Euro. Unseren VW-Bus haben wir so ca. 8.000 Euro billiger bekommen und unsren Tiguan ca. 7.000 Euro.
    Natürlich: Eigentlich ist es unanständig von den Händlern, hohe Listenpreise zu verlangen und nur bei den Kunden, die hartnäckig verhandeln, auf einen akzeptablen Preis runter zu gehen. Aber das ist Marktwirtschaft.

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