_

Autobauer: Elektroauto-Pionier Tesla steht am Scheideweg

Kaum ein anderer Autobauer steht so sehr für die Zukunft des Automobils wie Tesla. Doch der gefeierte Pionier des Elektroautos steht am Scheideweg. Das Unternehmen fährt Millionenverluste ein, Firmengründer Elon Musk hat kein Geld mehr und dann stehen auch noch hohe Investitionen in ein neues Modell an. Viel hängt nun von einem erfolgreichen Börsengang Teslas ab.

Der Tesla Roadster - wahrscheinlich das populärste Elektroauto weltweit. Quelle: ap
Der Tesla Roadster - wahrscheinlich das populärste Elektroauto weltweit. Quelle: ap

DÜSSELDORF. Als die Autokrise tobte, sich auf den Halden der Autohersteller die Fahrzeuge fast schon stapelten und die drei großen Autoriesen von Detroit wankten, da hatte die Zukunft des Automobils einen Namen: Tesla. Während selbst die Wagen des Erfinders des Automobils noch mit Benzin oder Diesel im Tank über die Straßen fuhren, sausten die Sportwagen von Tesla schon fast lautlos mit ihrem Elektroantrieb über die Highways von Los Angeles.

Anzeige

General Motors, Ford und Chrysler, das war die alte Autowelt, in der große behäbige Weltkonzerne klotzige SUVs produzierten, ohne Fortschritt, ohne Vision, ohne Zukunft. Tesla hingegen war Aufbruch, Revolution – Branchenbeobachter sahen schon Dutzende neuer Teslas überall in der Welt aus dem Boden schießen, die die etablierten Autohersteller vor sich hertreiben würden. Das war 2009.

2010 hat sich der Wind gedreht. Die angeschlagenen Riesen sind immer noch da. Mehr noch, selbst General Motors schreibt wieder Gewinne, Elektroautos haben fast alle Autobauer angekündigt. Nissan will sein „Leaf“ getauftes Elektroauto bereits nächstes auf den Markt bringen. Die alten Car Guys schlagen zurück – und die Newcomer stehen unter Druck. Das gilt ganz besonders für Tesla. Denn am Ende des Tages zählen nicht kühne Visionen, sondern harte Zahlen. Und da sieht es bei Tesla nicht gut aus.

Bis zum 31. März dieses Jahres hat Tesla alles in allem nur 1063 Autos verkauft, die Bilanz ist rot – und das seit Gründung der Firma im Jahr 2003. Nicht unbedingt ungewöhnlich für ein Start-up zu Beginn der Gründungsphase, langfristig werden fortdauernde Verluste aber zum existenziellen Problem. Bis heute hat Tesla 290 Millionen Dollar Miese eingefahren, bei einem Jahresumsatz von 148 Millionen Dollar. Besserung ist nicht in Sicht. Im ersten Quartal dieses Jahres musste Tesla erneut einen Verlust von 25,5 Millionen Dollar hinnehmen – ein Jahr zuvor, zu Beginn der großen Autokrise, waren es 16 Millionen Dollar gewesen.

Jetzt steht Tesla vor dem großen Befreiungsschlag, ein Börsengang soll Geld in die Kasse spülen. 11,1 Millionen Aktien will Tesla am 29. Juni zum Preis von 14 bis 16 Dollar unters Volk bringen und so rund 178 Millionen Dollar erzielen. Mehr noch: Von einem erfolgreichen Börsengang hängt auch der Deal mit den japanischen Autobauer Toyota ab, den Tesla im Mai mit viel Publicity bekannt gegeben hat. Demnach beteiligt sich Toyota für 50 Millionen Dollar an Tesla. Damit würde Toyota weniger als drei Prozent der Anteile halten. Voraussetzung: Tesla geht bis zum 31. Dezember dieses Jahres an die Börse. Sonst gibt es keinen Cent.

  • 25.06.2010, 03:33 UhrAnonymer Benutzer: Jonas

    Kopflastig, Sie sagen es Jürgen, andere Leute haben einen Kopf und benutzen ihn.
    Was ist bei ihnen an der Stelle ?

  • 24.06.2010, 20:32 UhrAnonymer Benutzer: Tom

    Die großen Hersteller und Anbieter von Elektrofahrzeugen werden ein kräftiges minus verbuchen müssen. Tesla ist doch eher ein kleiner und unbedeutender Anbieter . Die Pleite dürfte ihnen sicher sein !

  • 24.06.2010, 19:46 UhrAnonymer Benutzer: Jürgen

    Sind wieder Schlaumeier hier die sich bestens mit Energie auskennen :-)
    ihr glaubt wohl auch noch die Erde ist eine Scheibe ????
    Alle gehirngewaschen von den Medien, Schulen und sonstigen "kompetenten" Personen.
    Hopp, zurück auf eure bäume. Da braucht ihr garkeine Magnetenergie, was ihr nicht kennt gibt es nicht - basta :-)
    Kopflastige intellektuelle Spinner !!!

  • Die aktuellen Top-Themen
Intercontinental Hotels Group: „Wir wollen in Deutschland die Nummer eins werden“

„Wir wollen in Deutschland die Nummer eins werden“

Intercontinental Hotels Group will in Deutschland expandieren und die Branchenspitze erklimmen. Erstmals gibt der Weltmarktführer Einzelheiten des geplanten Projekts bekannt.

Frauen gefragt: Dax-Aufsichtsräte werden weiblicher

Dax-Aufsichtsräte werden weiblicher

Der Anteil von Frauen in den Aufsichtsräten der DAX-Konzerne ist gestiegen. In ein paar Jahren könnten sie bereits knapp ein Drittel ausmachen. Das ist allerdings nicht der einzige Trend, der in den Gremien auffällt.

Die teuerste Werbefläche: Das Trikot-Sponsoring als Millionengeschäft

Das Trikot-Sponsoring als Millionengeschäft

Der Werbeplatz auf dem Bundesliga-Trikot ist beliebt - und kostspielig. Und die Preise dürften weiter steigen. Derzeit ist bei Werder Bremen wieder ein Fleckchen zu haben. Interessenten gibt es genug.

  • Video

Projekt Zukunft Wie die Dinosaurier-Forschung hilft, heutige Probleme zu lösen - ein Gespräch mit Oliver Wings

Ein Gespräch mit Dr. Oliver Wings, Dinosaurier-Forscher, Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, über den Nutzen der Dino-Forschung für die moderne Wissenschaft

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläen – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DEUTSCHLANDS ANZEIGENPORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Verkaufsangebote Verkaufsgesuche




 

.