Autobauer
Elektroauto soll BMW-Logo tragen

Nachdem BMW das zweite Quartal unerwartet mit Gewinn beendet hat, geht der Blick nach vorne. So hat der Autobauer entschieden, wie er die geplanten neuen Stadtfahrzeuge in die Markenwelt des Unternehmens integrieren will. Außerdem kündigte BMW-Chef Norbert Reithofer an, die Kooperation mit einem Konkurrenten zu vertiefen.

HB MÜNCHEN. BMW will die Stadtfahrzeuge unter seiner Kernmarke fahren lassen. "Wir haben uns die Frage gestellt, was unsere stärkste Marke im Konzern ist, und das ist BMW", sagte Vorstandschef Norbert Reithofer am Dienstag bei einer Telefonkonferenz. Die neuen Fahrzeuge, bei BMW "Megacity-Vehicle" genannt, sollen daher als BMW-Submarke ähnlich wie der hauseigene Veredler BMW M geführt werden. Die Einführung sei Anfang des nächsten Jahrzehnts geplant. Zunächst werde BMW ein vierrädriges Fahrzeug mit Elektroantrieb anbieten. Eine neue Marke sei damit kein Thema mehr. "Das schließt aus, dass wir eine vierte Marke haben werden."

Zudem äußerte sich Reithofer zum Thema Kooperationen. In diesem Bereich sehen Branchenexperten dringenden Handlungsbedarf für BMW. Der Automobilkonzern will seine Zusammenarbeit mit dem französischen Konkurrenten PSA Peugeot Citroen laut Reithofer ausweiten. Es liefen gute Gespräche, die über die Motorenkooperation hinausgingen, sagte er während der Telefonkonferenz. Zu weiteren Details wollte er sich aber auch auf Nachfrage nicht äußern.

BMW arbeitet mit Peugeot bei den Motoren für die britische Tochtermarke Mini zusammen und will auch das Einstiegsmodell 1er mit gemeinsam hergestellten Motoren bestücken. Reithofer schloss aus, dass die erweiterte Zusammenarbeit mit PSA in Richtung der künftigen umweltfreundlichen Fahrzeugen unter dem Projektnamen "Project i" ginge.

BMW betreibt darüber hinaus mit dem Stuttgarter Konkurrenten Daimler eine Einkaufskooperation. Auch hierzu wollte Reithofer keine neuen Angaben machen. "Wenn etwas Konkretes vorhanden ist, werden wir darüber kommunizieren." Zum italienischen Fiat-Konzern gebe es weiterhin Kontakte, aber derzeit keine konkreten Pläne für Kooperationen.

Nach zwei verlustreichen Quartalen hatte BMW von April bis Ende Juni überraschend wieder einen Gewinn eingefahren. Unter dem Strich verdiente der Konzern nach Angaben vom Dienstag 121 Mio. Euro. Das sind zwar 76 Prozent weniger als vor einem Jahr. Analysten hatten allerdings mit einem Verlust von 25 Mio. Euro gerechnet. Die Kernsparte Automobile schrieb indes rote Zahlen, vor Zinsen und Steuern lag der Fehlbetrag bei 31 Mio. Euro. Hier war am Markt ein Minus von 122 Mio. Euro erwartet worden. Der Segmentumsatz sank um 21 Prozent auf 10,8 Mrd. Euro.

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