Autobauer erwarten weiter Absatzflaute: Autojahr 2005 bereits abgehakt

Autobauer erwarten weiter Absatzflaute
Autojahr 2005 bereits abgehakt

Die Autoindustrie erwartet angesichts hoher Arbeitslosigkeit und der anhaltenden Konsumverweigerung vieler Verbraucher auch in diesem Jahr nur ein mageres Geschäft.

HB GENF. Viele Hersteller gaben zum 100-jährigen Jubiläum des Genfer Autosalons bescheidene Prognosen, vor allem im wichtigsten europäischen Absatzmarkt Deutschland stellen sie sich auf stagnierende Verkaufszahlen ein. Einzig der erfolgsverwöhnte BMW-Konzern sowie die VW-Tochter Audi versprühten am Dienstag einen Hauch Optimismus. Um ihre Ertragskraft zu stabilisieren und die hohen Stahlkosten aufzufangen, setzen die Autobauer auf ihre Sparprogramme. Den Konsumenten soll mit Kleinwagen für weniger als 10 000 € der Kauf eines neuen Autos schmackhaft gemacht werden, während die in der Vergangenheit prominent präsentierten Luxusfahrzeuge in den Hintergrund rücken.

Europas Marktführer Volkswagen rechnet vorerst nicht mit höheren Verkaufszahlen, wie Konzernchef Bernd Pischetsrieder sagte. „Da kann man nichts Großes erwarten“, gab er sich mit Blick auf die schwachen Absatzzahlen der Branche in mehreren Regionen der Welt ernüchtert. Weil mehrere neue VW-Modelle noch nicht zur Verfügung stünden, sei der Wolfsburger Autobauer „erwartungsgemäß“ schwach ins laufende Jahr gestartet.

Nach Einschätzung des deutschen Autoverbandes VDA dürfte die Zahl der Pkw-Neuzulassungen nach einem äußerst verhaltenen Jahresauftakt auch im Februar geschrumpft sein. Als Grund für das voraussichtlich sechste Stagnationsjahr in Folge führt der VDA die hohe Arbeitslosigkeit mit inzwischen rund 5,2 Mill. Jobsuchenden und die Verunsicherung der Verbraucher an.

„Wir sehen absolut keine Zeichen für eine Erholung in Deutschland“, gab sich auch der Europa-Chef des US-Autobauers Ford, Lewis Booth, sehr skeptisch. Die deutsche Tochter von Ford mit Sitz in Köln plant wegen des scharfen Wettbewerbs bei zugleich anhaltender Absatzflaute Einsparungen. Vorstandschef Bernhard Mattes sagte: „Wir sehen uns Herausforderungen gegenüber durch den starken Wettbewerb mit den Japanern und Koreanern, aber auch durch die Rohstoffpreiserhöhungen.“

Auch der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz spürt die hohen Stahlpreise merklich, wie Mercedes-Pkw-Chef Eckhard Cordes sagte: „Das Problem ist, dass wir die Preise nicht an die Kunden weiter geben können.“ Zudem belasten die Schwierigkeiten mit von Bosch gelieferten fehlerhaften Dieseleinspritzpumpen noch immer den Verkauf. „Erst ab April werden wir wieder in die Normalität zurückkehren“, sagte Cordes. Ab Sommer will Mercedes alle in Deutschland, der Schweiz, Österreich und den Niederlanden ausgelieferten Diesel-Pkw serienmäßig mit Partikelfilter ausrüsten.

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