Autobauer erwartet Rekordgewinn
BMW zahlt Mitarbeitern im Juli eine satte Erfolgsprämie

Während in der deutschen Automobilindustrie die Auseinandersetzung um die hohen Arbeitskosten sich zuspitzt, erhalten die 77 000 Beschäftigten von BMW die höchste Erfolgsbeteiligung in der Unternehmensgeschichte.

HB MÜNCHEN. Zum Monatsende wird jedem Beschäftigten eine Prämie von 153,4 % eines Bruttomonatsgehaltes überwiesen, zusätzlich zu Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Zudem stellte BMW im ersten Halbjahr in Deutschland über 1 000 neue Mitarbeiter ein.

Aus der Diskussion um die Arbeitszeiten versucht sich BMW-Vorstandschef Helmut Panke rauszuhalten. „Wir unterstützen aber alle Maßnahmen den Produktionsstandort Deutschland zu stützen“, sagte Panke. Er mahnte davor, von einer Krise der Autoindustrie zu sprechen. Jedes Unternehmen müsse einzeln betrachtet werden.

Derzeit sieht es so aus, als ob die Sonderkonjunktur der Münchener Autobauer anhält. „Der Juli läuft sehr positiv weiter. Wir werden im zweiten Halbjahr den Schwung mit neuen Modellen fortsetzen“, sagte der Vorstandschef. Er erwartet 2004 ein hohes einstelliges Absatzplus und einen Rekordgewinn. An eine Verkürzung der Arbeitszeit denken die Bayern nicht. „Für uns ist Flexibilität, die möglichst lange Maschinenlaufzeiten ermöglicht, das wichtigste, und das schon seit über 20 Jahren“, sagte Produktionsvorstand Norbert Reithofer.

Dabei setzt BMW auf differenzierte Arbeitszeitmodelle, die mit dem Betriebsrat ausgehandelt wurden. Im neuen Werk in Leipzig werden die Maschinen bis zu 140 Stunden in der Woche laufen. So kann BMW schnell auf Nachfragespitzen reagieren. Mehrstunden werden auf Arbeitszeitkonten gesammelt.

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