Autobauer
Euro-Höhenflug setzt Daimler zu

Der Höhenflug des Euro erhöht den Druck auf die Belegschaft des Autobauers Daimler. Der Konzern bekommt zudem die Immobilienkrise in den USA zu spüren. "Natürlich ist es schwerer, unsere Ziele unter diesen Bedingungen zu erreichen“, räumt Vorstandschef Dieter Zetsche ein. Auch ein weiteres Dax-Unternehmen zeigt sich hinsichtlich der Dollarschwäche wenig optimistisch.

HB HAMBURG/STUTTGART. Daimler habe eine noch größere Aufgabe, seine Produktivität zu steigern, sagte Zetsche am Mittwochabend im Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten. Einen Personalabbau hält er dennoch nicht für nötig: "Wir haben Wachstumsraten beim Absatz, die weit über dem Produktivitätsgewinn liegen. Deshalb nimmt die Beschäftigung zu.“ In der Autoindustrie sind jährliche Produktivitätssteigerungen um fünf Prozent üblich, nach den alle fünf bis sieben Jahre stattfindenden Modellwechseln sind die Sprünge noch größer.

Zetsche schließt einen verstärkten Einkauf im Dollar-Raum oder die Verlagerung von Produktion nach Nordamerika aus. Die amerikanische Zulieferer seien wegen der Krise der US-Autobauer in keiner guten Verfassung, sagte er. Eine neue Fabrik zu bauen, würde Zeit in Anspruch nehmen, in der sich der Dollar-Kurs auch wieder fangen könne. Dann wäre die Investition womöglich herausgeschmissenes Geld. Im US-Werk in Tuscaloosa produziert Mercedes -Benz schon 15 Prozent seiner Autos, dort rollen die geländegängigen Baureihen M, R und GL vom Band.

Darüber hinaus hat sich der Konzern gegen Kursschwankungen des Dollar in diesem Jahr fast vollständig abgesichert. Für das kommende Jahr ist Daimler nach eigenen Angaben zu mehr als 60 Prozent abgesichert.

Zetsche rechnet trotz der Immobilienkrise und des hohen Ölpreises nicht mit einem Abschwung in den USA. "Ich persönlich gehe nicht von einer Rezession in den USA aus, aber von einer Wachstumsreduktion.“ Die schwächere Nachfrage der Verbraucher werde den ohnehin schon schwächelnden US-Automobilmarkt weiter drücken.

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