Autobauer: Fiat will Chrysler ganz und gar

Autobauer
Fiat will Chrysler ganz und gar

Fiat will seine Beteiligung an dem amerikanischen Autobauer Chrysler bis Ende des Jahres auf 51 Prozent ausbauen - und peilt einen Umsatz von 100 Milliarden Dollar an.
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Sergio Marchionne sieht sich voll auf Kurs. Mögen manche Branchenbeobachter auf dem Genfer Automobilsalon noch über die zu Lancias umettiketierten Chrysler-Modelle die Nase gerümpft haben, die Zahlen sprechen für den Fiat-Chef eine andere, bessere Sprache. Obwohl für den Markt 2011 rückläufige Verkaufszahlen erwartet werden, rechnet Marchionne nämlich mit einem steigenden Marktanteil.
Neue Modelle sollen den Schub im zweiten Halbjahr bringen. Fiat bringt dann einen neuen Panda heraus, außerdem folgen neue Lancia-Modelle der Reihen Thema und Voyager. 2010 kam Fiat auf einen Marktanteil in Europa von 7,5 Prozent.
Marchionne ist von Chrysler offenbar so angetan, dass Fiat nun rasch seine Anteile erhöhen will. Schon bald will Fiat 35 Prozent an Chrysler besitzen - und bis Ende des Jahres sollen es dann sogar 51 Prozent sein. Das kündigte Marchionne, der ja auch bereits Firmenchef von Chrysler ist,  in Turin an. Er erinnerte daran, dass Fiat die Beteiligung Anfang des Jahres auf 25 Prozent angehoben hatte.
„2014 wird Fiat einen Umsatz von 64 Milliarden Euro erreichen, nahezu das Doppelte des vergangenen Jahres“, erklärte Marchionne. Mit Chrysler zusammen würden es mehr als 100 Milliarden sein. Er erwarte, dass sich der Automarkt 2011 generell aufhelle, nur nicht insgesamt in Europa. Das liege an der flauen Lage in Frankreich und in Italien.
Chrysler spielt vor allem bei der Produktplanung eine große Rolle für Fiat - und bei dem Bestreben, das eigene Volumen deutlich auszubauen. So sollen zum Beispiel mehr als 50 Prozent aller Chryslers zukünftig auf italienischen Plattformen aus dem Hause Fiat aufbauen.
Fiat hatte Anfang des Jahres seine Industriegeschäfte, Fiat Industrial, abgespalten und getrennt vom Autogeschäft an die Börse gebracht.



dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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