Autobauer Ford
Bewährungsstrafen im Ford-Schmiergeldprozess

Das Amtsgericht Saarlouis hat einen früheren Ford-Mitarbeiter und einen Unternehmer verurteilt. Der Techniker soll der Fremdfirma Aufträge zugeschanzt haben. Diese wurden zwar nie ausgeführt, aber abgerechnet.
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SaarlouisIm Prozess um Schmiergeldzahlungen bei Ford in Saarlouis sind ein früherer Mitarbeiter des Autobauers und ein Unternehmer zu mehrmonatigen Bewährungsstrafen verurteilt worden. Das Amtsgericht Saarlouis befand die beiden Männer am Freitag der Bestechung und der Bestechlichkeit sowie des Betrugs für schuldig.

Die Richter entsprachen damit im Wesentlichen dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert. Der 63-Jährige frühere Haustechniker wurde zu einer Bewährungsstrafe von fünf Monaten und 3000 Euro Geldstrafe verurteilt. Der 53 Jahre alte Unternehmer bekam 12 Monate auf Bewährung und soll 10.000 Euro Strafe zahlen.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem ehemaligen Haustechniker vorgeworfen, dem Fremdunternehmen Aufträge zugeschanzt zu haben, die nicht ausgeführt, aber abgerechnet wurden. Als Gegenleistung wurden laut Anklage unter anderem Familienangehörige des Ford-Mitarbeiters zum Schein als Mini-Jobber angestellt und bezahlt. In Köln waren 2010 ähnliche Vorwürfe gegen Ford-Mitarbeiter laut geworden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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