Autobauer
Fusion: VW und Porsche rücken von Zeitplan ab

Die Vorstände von Porsche und Volkswagen wollen ihren Streit über die Fusion der beiden Autobauer bei einem Gipfeltreffen beilegen. Allerdings verabschieden sich die Unternehmen vom ursprünglichen Zeitplan, den die Piëch und Porsche Anfang Mai vorgegeben hatten. Offenbar gibt es noch viel Gesprächsbedarf.

HB STUTTGART. Ein Porsche-Sprecher sagte am Mittwoch in Stuttgart, die Vorgehensweise werde kurzfristig auf Vorstandsebene geklärt, damit alle Beteiligten konstruktiv und zielgerichtet arbeiten könnten. Einen Termin für das Gespräch wollte der Sprecher nicht nennen. Er verwies darauf, dass Vertraulichkeit vereinbart worden sei.

Von Porsche-Seite sollen offenbar Vorstandschef Wendelin Wiedeking sowie Finanzvorstand Holger Härter an dem Treffen teilnehmen. Ferner Volkswagen-Chef Martin Winterkorn sowie der Finanzvorstand von Europa größten Autobauer, Hans Dieter Pötsch.

Beide Unternehmen wollen sich zeitlich nicht unter Druck setzen lassen und rückten von der Vorgabe ab, die Gespräche bis Anfang Juni unter Dach und Fach zu bringen. Da die Arbeiten an den Inhalten sehr umfangreich seien, sei eine terminliche Fixierung nicht möglich, sagte der Porsche-Sprecher weiter.

Wiedeking und Härter trafen sich unterdessen nach Angaben aus Regierungskreisen mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger, um über die Lage bei dem hochverschuldeten Sportwagenbauer zu beraten. Ein Porsche-Sprecher wollte zu dem Thema keine Stellungnahme abgeben. Regierungssprecher Christoph Dahl war zunächst nicht erreichbar.

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