Autobauer gibt weltweit Gas
Toyota denkt über deutsches Werk nach

Der Autobauer Toyota hat mit einem unerwartet hohen Gewinnplus im vierten Quartal seine Ausnahmestellung unterstrichen. Außerdem überlegen die Japaner offenbar, ein Werk in Deutschland zu bauen.

fmk TOKIO. Auf die Frage, ob Toyota entsprechende Pläne habe, sagte der für Finanzen zuständige Generaldirektor Takeshi Suzuki gestern dem Handelsblatt: „Das ist noch nicht entschieden.“ Am Dienstag hatte Toyota noch abgewiegelt: Es gebe keinerlei Pläne in diese Richtung. Eine Autozeitschrift hatte berichtet, Deutschland und Frankreich seien in der engeren Wahl für den Bau einer Fabrik für Toyotas Oberklassemarke Lexus.

2006 war das Jahr der „Morgendämmerung für ein globales Luxusauto Lexus“, sagte Toyota-Konzernchef Katsuaki Watanabe bei der Vorstellung des Quartalsberichts. Weltweit hat das Unternehmen 411 000 Exemplare der Konkurrenzmarke zu Mercedes und BMW abgesetzt, davon 40 000 in Europa. Im laufenden Jahr sollen die Absatzzahlen weiter steigen.

Um das weltweite Wachstum zu beschleunigen, setzt Toyota mehr und mehr darauf, vor Ort in seinen Absatzmärkten zu produzieren. Zugleich macht der Konzern seine Regionaltöchter unabhängiger von der Zentrale. Noch in diesem Jahr öffnen neue Fabriken im südchinesischen Guangzhou und im US-Staat Texas. Die Kapazitäten der Werke in Frankreich und in Thailand fährt Toyota um mehrere zehntausend Stück jährlich hoch. Im kommenden Jahr entstehen zusätzliche Fertigungsstandorte in Russland, in China und in Thailand. Im Jahr 2008 soll eine zweite Produktionsstätte in Kanada ihren Betrieb aufnehmen. Beispielhaft sind die Pläne für Texas: Fast ohne Einfluss aus Japan sollen die vorhandenen Werke in Indiana und Kentucky Vorbild für den neuen Standort sein und den Aufbau des Werks unterstützen.

Der Erfolg gibt der globalen Strategie Recht. Im Geschäftsjahr 2005/2006 steigerte Toyota die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 7,6 Prozent auf 7,97 Mill. Der operative Gewinn stieg zugleich um 12,3 Prozent auf 1,87 Bill. Yen (13,6 Mrd. Euro). Im ersten Quartal 2006 legte er sogar um 53 Prozent auf 587 Mrd. Yen (rund 4,15 Mrd. Euro) zu.

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