Autobauer
GM hängt Volkswagen in China ab

Für die Autoindustrie sind es harte Zeiten. "Ein Lichtblick in den internationalen Automärkten" ist China - auch für Volkswagen. Im ersten Halbjahr hat der Konzern seinen Absatz im Reich der Mitte kräftig gesteigert. Doch im Vergleich zu ihrem größten Konkurrenten sind die Wolfsburger zurückgefallen.

tia/HB SCHANGHAI. Dank staatlicher Kaufanreize hat Volkswagen in China einen Rekordabsatz verzeichnet. Im ersten Halbjahr verkaufte Europas größter Autohersteller in der Volksrepublik und Hongkong 22,7 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum, wie er am Montag mitteilte. Insgesamt habe das Unternehmen dort 652 222 Wagen ausgeliefert, für Autos der Marke VW entschieden sich dabei 538 969 Kunden. "China ist derzeit ein Lichtblick in den internationalen Automärkten", erklärte VW-China-Chef Winfried Vahland.

China hatte seiner strauchelnden Autoindustrie mit einem staatlichen Maßnahmenpaket unter die Arme gegriffen. Für den Kauf von Kleinwagen wurden Steueranreize geschaffen. Ähnlich wie in Deutschland erhalten die Bürger zudem Fördermittel, wenn sie sich von ihren alten Autos trennen und neue, kraftstoffsparende Fahrzeuge kaufen. Die Nachfrage nach Autos war daraufhin wieder angesprungen. Allein im Mai stieg sie um 47 Prozent.

Volkswagen hinkt seinem größten Rivalen auf dem chinesischen Markt, General Motors, allerdings weiter hinterher. Von Januar bis Juni konnte die Opel-Mutter auf ihrem zweitgrößten Markt die Rekordzahl von 814 442 Autos verkaufen, 38 Prozent mehr als im Vorjahrszeitraum.

Die Volkswagen-Tochter Audi verkaufte im ersten Halbjahr fast 67 000 Wagen in China, 10,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Premiumkonkurrenten Daimler und BMW legten zwar prozentual deutlich stärker zu als Audi, erreichten aber nicht einmal zusammen den Absatz der Ingolstädter. Daimler steigerte den China-Absatz im ersten Halbjahr 2009 mit seinen Marken Mercedes-Benz und Smart um 40,4 Prozent auf mehr als 28 000, BMW legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent auf knapp 36 000 zu.

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