Autobauer in den USA
Geländewagen treiben US-Autoabsatz

Die große Nachfrage nach Geländewagen und Pickups hat dem US-Autoabsatz neuen Schwung verpasst. Billiger Sprit und günstige Zinsen erleichterten die Neuanschaffung. Insbesondere ein deutscher Konzern konnte punkten.
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DetroitBilligerer Sprit und günstige Zinsen lassen die Amerikaner immer mehr zu großen Autos greifen. Angetrieben von der Nachfrage nach Geländewagen und Pick-ups verkauften die Autohersteller in den USA im Juli sechs Prozent mehr Fahrzeuge als vor einem Jahr, wie Ford am Montag mitteilte.

Der Absatz übertraf die Erwartungen der Experten, die lediglich mit einem Anstieg von drei Prozent gerechnet hatten. Auch die deutschen Marken verzeichneten ein Plus. Damit steuert die Branche auf ihr bestes Jahr auf dem wichtigen Markt seit 2001 zu.

Bei der Opel-Mutter General Motors wurde der Zuwachs angeführt von den Pick-up-Modellen, von denen 51 Prozent mehr verkauft wurden. Die F-Serie von Ford legte fünf Prozent zu. Bei Toyota lag der Zuwachs des kleinen Pick-up Tacoma bei 29 Prozent. Insgesamt verzeichnete die Nummer drei in den USA aber nur ein kleines Plus von 0,6 Prozent, weil von allen anderen Top-Modellen weniger verkauft wurden.

Fiat Chrysler setzte sechs Prozent mehr Fahrzeuge ab, auch hier trugen Geländewagen und Pick-ups mit einem Plus von 10,4 Prozent zu dem Anstieg bei, während von den Limousinen sechs Prozent weniger verkauft wurden. Der japanische Hersteller Nissan kam auf einen Zuwachs von acht Prozent, der südkoreanische Rivale Hyundai auf sechs Prozent.

Volkswagen profitierte von einer gestiegenen Nachfrage nach dem Golf und verkaufte im Juli 2,4 Prozent mehr Autos. Der Weltmarktführer reduzierte damit seinen Rückgang in den ersten sieben Monaten dieses Jahres auf 1,9 Prozent. BMW brachte von seiner Marke in Nordamerika 2,1 Prozent mehr Fahrzeuge an den Kunden. In der Gruppe gab es jedoch einen Rückgang von 0,2 Prozent, da die Nachfrage nach dem Mini um 10,7 Prozent einbrach. Daimler verkaufte von der Marke Mercedes-Benz 1,2 Prozent mehr.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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