Autobauer
Krisen-Szenarien von Volkswagen

Volkswagen streicht offenbar seine Pkw-Absatzpläne für 2009 um mehr als 20 Prozent zusammen. Angesichts der Autokrise erwarte der Konzern statt eines vor wenigen Monaten noch geschätzten Absatzvolumens von 7,45 Millionen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen jetzt für das nächste Jahr nur noch rund 5,8 Millionen.

HB DRESDEN. Wie das Wirtschaftsmagazin „Capital“ berichtet, wären das rund 400 000 Wagen weniger als 2007. Volkswagen wollte sich dazu nicht äußern. Ein Sprecher verwies auf Aussagen von Vorstandschef Martin Winterkorn, der in einem Zeitungsinterview für 2009 kürzlich von einem Rückgang der branchenweiten Autoverkäufe um 20 Prozent gesprochen hatte.

Dabei habe Winterkorn frühere Erwartungen für den Weltmarkt von rund 62 Mio. verkauften Fahrzeugen zur Grundlage genommen. VW wolle im nächsten Jahr besser abschneiden als der Markt. Aber auch für den Volkswagen-Konzern könnte sich ein Rückgang von etwa zehn Prozent ergeben, hatte Winterkorn der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt. An der Prognose für 2008 rüttelte Winterkorn in dem Interview nicht. Demnach will der Konzern bei der Stückzahl, beim Umsatz und beim Ergebnis 2008 besser sein als 2007.

Winterkorn stimmte derweil das Management aus weltweit fast allen Standorten auf einem Führungskräftetreffen in Dresden auf die schwierigere Lage ein: Auch wenn es VW im Vergleich zu anderen Konkurrenten noch verhältnismäßig gut geht, rechnet auch Europas größter Autobauer 2009 mit einem Rückgang der Verkaufszahlen von um die zehn Prozent.

Vor diesem Hintergrund will Winterkorn die Manager auf harte Zeiten einstimmen, zu Geschlossenheit aufrufen und Wege zur Milderung der Krise diskutieren. Neben einem konsequenten Sparkurs setzt der VW-Chef vor allem auf spritsparende Modelle und neue Kleinwagen.

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