Autobauer mit Gewinnsprung BMW knackt die 3-Milliarden-Marke

BMW macht es Daimler und VW nach: Der Autobauer überrascht mit einem deutlich höheren Gewinn als erwartet. Das Konzernergebnis vor Steuern überspringt die Marke von 3 Milliarden Euro – dank Sondereffekten.
Update: 20.04.2017 - 14:53 Uhr 1 Kommentar
Der deutsche Autobauer hat im abgelaufenen Quartal die Markterwartungen übertroffen. Quelle: Reuters
BMW auf der Automesse Schanghai

Der deutsche Autobauer hat im abgelaufenen Quartal die Markterwartungen übertroffen.

(Foto: Reuters)

MünchenDer Einstieg neuer Partner beim Kartendienst Here hat dem Autobauer BMW zu einem Gewinnsprung verholfen. Das Vorsteuerergebnis kletterte im ersten Quartal um 27 Prozent auf drei Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Weil der BMW-Anteil an Here im Zuge der Beteiligung weiterer Unternehmen höher bewertet wurde, schnellte das Finanzergebnis von 183 Millionen Euro nach oben.

Von einem entsprechenden Sondereinfluss hatte bereits der Erzrivale Daimler profitiert, der ebenfalls an Here beteiligt ist. Zuletzt war etwa der Chipriese Intel dort eingestiegen.

Darüber hinaus verbuchte BMW weitere Sondereinflüsse von 122 Millionen Euro im Finanzergebnis, die nach Konzernangaben im Wesentlichen ebenfalls auf Bewertungseffekte zurückzuführen sind. Zudem habe das chinesische Gemeinschaftsunternehmen BMW Brilliance Automotive seinen Ergebnisbeitrag gesteigert. In der Autosparte kletterte der Quartalsgewinn lediglich um sechs Prozent auf 1,87 Milliarden Euro.

Die Gewinnmarge im Autogeschäft lag mit 9,0 Prozent im Zielkorridor – etwas unter der Marge im ersten Quartal des Vorjahrs, aber leicht über der Marge des Vorjahrs insgesamt. Die Börse reagierte verhalten. Umsatz und Vorsteuergewinn hätten durchaus überzeugt, hieß es am Markt. In der Autosparte hatte Jefferies-Analyst Philippe Houchois mit lediglich 1,6 statt 1,8 Milliarden Euro Ergebnis gerechnet. Die Signale für das Gesamtjahr bleiben allerdings unverändert verhalten.

Für das laufende Jahr stellt BMW-Chef Harald Krüger einen leichten Zuwachs bei Absatz, Umsatz und Gewinn in Aussicht. Das wäre das achte Rekordergebnis in Folge. Als Rendite im Autosegment peilt er zwischen 8 und 10 Prozent vom Umsatz an. BMW wurde im direkten Markenvergleich nach elf Jahren an der Spitze allerdings von Mercedes überholt.

BMW plant höhere Investitionen und bis Ende nächsten Jahres über 40 neue und überarbeitete Automodelle. In diesem Jahr sollen nach dem nach Stückzahl und Rendite für BMW sehr wichtigen 5er der X3, Mini Countryman und Rolls Royce Phantom folgen.

Das sind die Bestseller von BMW
Platz 10 - Mini Countryman - 84.888 verkaufte Fahrzeuge*
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Den Auftakt in der Reihe der zehn Bestseller von BMW macht der Crossover der kleinen Schwester. Der Absatz des Countryman ist im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent gestiegen.

*Stand: Gesamtjahr 2017, Quelle: BMW Geschäftsbericht

Platz 9 - BMW 4er - 131.688 verkauft Fahrzeuge
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Den Auftakt in der Reihe der BMW-Modelle macht dieses Mittelklassefahrzeuge Der Absatz ist zwar um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Das reicht aber noch für Platz neun.

Platz 8 - BMW X3 - 146.395 verkaufte Fahrzeuge
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Die Konkurrenz im Segment der kompakten SUVs wird immer enger. Durch die Umstellung auf das neue X3-Modell kam es 2017 zu einem Absatzrückgang um 6,8 Prozent.

Platz 7 - BMW X5 - 180.905 verkaufte Fahrzeuge
4 von 10

Der dritte Generation des SUVs bleibt ein Verkaufserfolg. Im vergangenen Jahr stieg der Absatz des Modells um 8,8 Prozent.

Platz 6 - BMW 2er - 181.113 verkaufte Fahrzeuge
5 von 10

In der Nomenklatur der Münchener ist der 2er eine der jüngsten Modellreihen. Das Coupé ging im März 2014 an den Start. Nach dem starken Start sanken 2017 die Verkaufszahlen allerdings um knapp acht Prozent.

Platz 5 - Mini Cooper - 194.070 verkaufte Fahrzeuge
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Egal welche Generation - der britische Klassiker hat sich längst zu einem der Bestseller der Münchener entwickelt. Im vergangenen Jahr sanken die Verkäufe aber um gut zwei Prozent.

Platz 4 - BMW 1er - 201.968 verkaufte Fahrzeuge
7 von 10

2017 präsentierte BMW den Kompaktwagen erstmals mit Vorderradantrieb. Der Absatz des Modells stieg im vergangenen Jahr um satte 14,7 Prozent.

Die gesamten Zahlen für das erste Quartal will Krüger am 4. Mai vorlegen, und am 11. Mai wollen die Aktionäre auf der Hauptversammlung in München erfahren, wie es weitergeht.

Die heimischen Konkurrenten von BMW hatten im ersten Quartal des Jahres überraschend gut abgeschnitten. Daimler hatte zu Jahresanfang einen sprunghaften Anstieg des operativen Gewinns verbucht. Den Stuttgartern verhalfen ein Absatzrekord sowie Sondereffekte zu einer Verdoppelung des Betriebsgewinns auf 4,01 Milliarden Euro. Volkswagen steigerte dank Fortschritten bei der Sanierung seiner Hauptmarke den Betriebsgewinn um fast ein Drittel auf 4,4 Milliarden Euro.

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1 Kommentar zu "Autobauer mit Gewinnsprung: BMW knackt die 3-Milliarden-Marke"

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  • Wundert mich jetzt etwas... der Artikel zum Thema Straftraten war nach 20 Minuten von Homepage weg und nur noch im News-Ticker auffindbar (oder täusch ich mich da und er von Anfang an nur da)?

    Trotzdem schöne dass es BMW gut geht! ;-)

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