Autobauer mit operativem Verlust
Kia Motors sieht Rot

Im dritten Quartal hat der zweitgrößte südkoreanische Autohersteller Kia Motors erstmals innerhalb der vergangenen sechs Jahre einen operativem Verlust verbucht.

HB SEOUL. Angeschlagen durch einen Streik und hohe Materialkosten senkte das Unternehmen am Freitag zudem sein Absatzziel für das laufende Jahr. Auch die erstarkte Landeswährung Won belastete das Ergebnis, indem sie koreanische Exportwaren verteuerte. Kia ist die Automarke mit dem höchsten Wachstum in Europa. Das Unternehmen setzt fast 60 % seiner Produktion in Europa ab.

Kia verbuchte im Quartal einen operativen Verlust von 21,1 Mrd. Won (16,7 Mill. €) nach einem Gewinn von 124,1 Mrd. Won ein Jahr zuvor. Das war der erste Verlust seit dem ersten Halbjahr 1999. Netto erwirtschaftete Kia einen Gewinn von 74,9 Mrd. Won - ein Minus von 48 % - und blieb damit deutlich unter den Erwartungen. „Weil die Herstellung vor Ort den Großteil unserer Produktion ausmacht, waren die Auswirkungen des Streiks (...) deutlich“, sagte Kia-Manager Kim Duk Joo. Kia bezifferte die Produktionsverluste durch den Streik auf mehr als 400 Mill. Dollar. Der Umsatz ging um fünf Prozent auf 3,23 Billionen Won zurück.

Das mit dem südkoreanischen Branchenprimus Hyundai verbundene Unternehmen war im August und September durch Streiks in Bedrängnis geraten. In Folge korrigierte Kia zum zweiten Mal in diesem Jahr sein Absatzziel nach unten. Das Unternehmen geht nun davon aus, in diesem Jahr zwischen 1,1 und 1,15 Mill. Fahrzeuge abzusetzen - fünf bis neun Prozent weniger als die bisherige Prognose. Für die kommenden Quartale sagen Analysten Kia allerdings eine deutliche Erholung voraus, da der Won wieder nachgeben werde. Zudem sei mit sinkenden Materialkosten und einer Belebung der Binnennachfrage zu rechnen.

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