Autobauer: Negative Jahresbilanz bei Mercedes-Benz

Autobauer
Negative Jahresbilanz bei Mercedes-Benz

Da kann auch der kleine Hoffnungsträger Smart nicht mehr viel retten: Daimler erlebt 2008 Absatzeinbußen bei Mercedes-Benz. Im Gegensatz zum Konkurrenten Audi, der neue Rekorde aufstellte, stecken die Stuttgarter deutlich in der Krise.

HB STUTTGART. Dank eines starken ersten Halbjahres und hohen Zuwachsraten beim Kleinwagen Smart hat Mercedes-Benz die Autokrise 2008 mit Schrammen überstanden. Die Gruppe mit den Pkw-Marken Mercedes-Benz, AMG, Smart und Maybach lieferte 1,26 Mio. Autos aus, das waren 2,3 Prozent weniger als im Rekordjahr zuvor, teilte die Stuttgarter Daimler am Donnerstag mit. 2007 lag der Absatz noch bei 1,286 Mio. Fahrzeugen. Lange hatte der Autobauer gehofft, 2008 den Vorjahresabsatz übertreffen zu können, doch die Krise machte Konzernchef Dieter Zetsche schließlich einen Strich durch die Rechnung.

Vor allem im letzten Quartal war der Absatz als Folge der Finanzkrise auf allen Märkten auf Talfahrt gegangen. Zetsche konstatierte für das zweite Halbjahr 2008 ein „äußerst schwieriges Marktumfeld in den USA, Westeuropa und Japan.“ Prognosen für das Jahr 2009, in dem mit der neuen E-Klasse ein wichtiger Hoffnungsträger auf den Markt kommt, machte er nicht. Die E-Klasse wird in wenigen Tagen auf der Automesse in Detroit (USA) vorgestellt. Aber zunächst dürfte 2009 nicht besser werden: Wegen des Absatzkrise müssen tausende Daimler-Mitarbeiter vom kommenden Montag an bis Ende März in den deutschen Pkw-Werken kurzarbeiten.

Die Kernmarke Mercedes-Benz musste mit einem Minus von 5,4 Prozent höhere Verluste als die gesamte Pkw-Sparte hinnehmen. Nach 1,185 Mio. wurden 2008 nur noch 1,121 Mio. Mercedes-Benz ausgeliefert. In Deutschland lag das Minus mit 300 900 Autos bei drei Prozent, in Westeuropa betrug der Rückgang allerdings sieben Prozent (638 100 Autos). Besonders kräftig sackte der Absatz in den USA mit minus elf Prozent (225 100 Pkw) ab; der Gesamtmarkt war mit minus 18 Prozent aber noch schwächer. In China, wo es zum Jahresende ebenfalls bergab ging, konnte der Autobauer aber insgesamt mit 42 600 verkauften Autos ein Plus von 39 Prozent einfahren. In Deutschland habe Mercedes-Benz mit einem Marktanteil von über zehn Prozent die Position als absatzstärkste Premiummarke behauptet, berichtet Daimler.

Der verbrauchsarme Kleinwagen Smart lieferte - auch wenn ihm zum Jahresende wie den anderen Modellen die Puste ausging - mit 134 700 ausgelieferten Zweisitzern ein Rekordergebnis. Der Absatz legte um 39 Prozent zu. Die Markteinführung in den USA war mit 24 600 im ersten Jahr ein voller Erfolg. Auf Anhieb waren die Vereinigten Staaten damit hinter Italien (33 800) und Deutschland (32 000) der drittgrößte Smart-Markt.

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