Autobauer
Nissan profitiert von der Yen-Schwäche

Ein schwacher Yen hilft vor allem der japanischen Exportwirtschaft – und damit auch den Autoherstellern. Nissan hat die Strategie der Regierung im ersten Quartal schon zu einem satten Gewinnsprung verholfen.
  • 0

YokohamaDie Abschwächung des Yen hat dem japanischen Autohersteller Nissan in seinem vierten Geschäftsquartal zu einem kräftigen Gewinnanstieg verholfen. Unter dem Strich verdiente der nach Toyota Branchenzweite des Landes mit umgerechnet rund 834 Millionen Euro (110 Milliarden Yen) gut 46 Prozent mehr als in den Monaten Januar bis März vor einem Jahr.

Durch die schwache Landeswährung können japanische Exportfirmen wie Nissan mit ihren Geschäften im Ausland mehr Gewinn erzielen. Nissan rechnet für das 2014 zu Ende gehende Geschäftsjahr damit, weltweit 5,3 Millionen Fahrzeuge an die Kunden zu bringen. In dem Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr waren es 4,9 Millionen Autos, wie Nissan am Freitag mitteilte.

Nissan war mit diesem Absatz der einzige der drei großen japanischen Autohersteller, der einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen musste. Das lag zum einen an politisch motivierten Boykott-Aktionen gegen japanische Produkte in China, wo Nissan stärker engagiert ist als seine heimischen Rivalen.

Zum anderen sind die Vergleichszahlen des Vorjahres bei Nissan relativ hoch, weil sich das Unternehmen schneller von den Folgen der Erdbebenkatastrophe erholte als die Konkurrenten. In dem im März 2013 zu Ende gegangenen Geschäftsjahr hatten sowohl Toyota als auch Honda mit Rekordabsätzen geglänzt.

Nissan-Chef Carlos Ghosn, der auch den mit Nissan verbündeten französischen Autobauer Renault leitet, rechnet vorerst weiter mit einem schwierigen Marktumfeld in Europa. Der Verkauf dürfte dort nicht vor 2016 wieder anziehen, sagte Ghosn.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Autobauer: Nissan profitiert von der Yen-Schwäche"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%