Autobauer
Opel hält an Werk Kaiserslautern fest

Der Rüsselsheimer Autobauer Opel wird sein Werk in Kaiserslautern nun doch nicht verkaufen. Es gebe eine Garantie für den Standort über das Jahr 2014 hinaus. Auf die zuletzt 2 500 Beschäftigten kommen aber einige Veränderungen zu.

HB FRANKFURT. "Das Werk Kaiserslautern bleibt bei Opel und damit im GM-Verbund", sagte ein Sprecher der General-Motors-Tochter am Freitag. Das Werk solle sich auf die Fertigung von Komponenten spezialisieren. Derzeit werden dort auch Motoren gefertigt. Der Sprecher kündigte Verhandlungen zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat über die Neuausrichtung an.

Betriebsratschef Klaus Franz sagte, die Arbeitnehmerseite wolle eine Standortgarantie bis 2018 durchsetzen. Darüber verhandle der Konzernbetriebsrat mit GM-Europa-Chef Carl Forster. Details-Peter des neuen Konzepts für Kaiserlautern will Opel auf einer Pressekonferenz am kommenden Mittwoch in Rüsselsheim präsentieren.

GM hatte seit März 2005 vergeblich versucht, einen Käufer für das Werk in Kaiserslautern zu finden. Letztlich war der Autozulieferer Kirchhoff aus dem Sauerland im Februar abgesprungen. Das Unternehmen wollte nur etwas mehr als die Hälfte der Belegschaft übernehmen und niedrigere Löhne zahlen. Das stieß auf Widerstand beim Betriebsrat. Auch der Metallspezialist Weigl Group hatte laut Betriebsrat Interesse gezeigt.

Am Montag und Dienstag seien weitere Verhandlungen über die Zukunft der Werke in Bochum und Antwerpen sowie über Auslagerungen geplant, sagte Franz weiter. "Da wird es in kurzer Zeit positive Entscheidungen geben." Opel hatte Mitte März Verhandlungen über eine Reihe von Initiativen zur weiteren Steigerung der Effizienz bestätigt. Falls dadurch Stellen wegfielen, sollten diese sozialverträglich abgebaut werden.

Das Magazin "Auto Motor und Sport" hatte zuvor berichtet, neben bereits bekanntem Personalabbau in Bochum und im belgischen Antwerpen wolle GM in Spanien bis zu 900 Arbeitsplätze auslagern. Weitere 500 Stellen entfielen auf das britische Werk Ellesmere Port. Auch das Stammwerk Rüsselsheim sei von Stellenabbau betroffen.

GM hatte zwischen 2001 und 2004 europaweit 12 000 Arbeitsplätze gestrichen, den größten Teil davon in Deutschland. Im damals vereinbarten "Zukunftsvertrag" wurden betriebsbedingte Kündigungen und Werksschließungen bis Ende 2010 ausgeschlossen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%