Autobauer
Opel im Schwitzkasten

Die Autokrise hat Opel immer stärker in den Schwitzkasten genommen. Es stehen neue Einschnitte an: Die Produktion des Brot- und Butterautos Astra soll in den europäischen Werken nach Angaben eines Betriebsratschefs um bis zu 30 Prozent zurückgefahren werden. Den Beschäftigten drohen drastische Lohneinbußen.

HB RÜSSELSHEIM. Der Autobauer Opel plant nach Angaben des Betriebsrates neue Einschnitte. „Wir werden im nächsten Jahr in den europäischen Astra-Werken die Produktion um 20 bis 30 Prozent zurückfahren“, sagte der Chef des Betriebsrates des Bochumer Opel-Werks, Rainer Einenkel der „Rheinischen Post“.

In Bochum bauen 6000 Mitarbeiter neben dem Astra auch den Zafira. Ein Opel-Sprecher in Rüsselsheim konnte die Zahlen auf dpa-Anfrage nicht bestätigen. Allerdings habe das Unternehmen bereits mitgeteilt, dass man die Produktion insgesamt um mindestens zehn Prozent kürzen werde.

Der Produktionsrückgang erzwingt laut Einenkel auch eine Anpassung der Arbeitszeiten. "Im Gespräch sind entweder der Wegfall der Nachtschicht in Bochum, 70 Tage Kurzarbeit im kommenden Jahr oder eine Reduktion der Wochenarbeitszeit von 35 auf 30 Stunden ohne Lohnausgleich", sagte er der Zeitung. Den Ausfall der Nachtschicht schloss er aber aus, weil sie zu einem Stellenabbau führen würde. Die anderen beiden Varianten würden eine durchschnittliche Gehaltseinbuße von 15 Prozent zur Folge haben, so Einenkel, der diesen noch auf dem Verhandlungsweg drücken will.

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