Autobauer: Opels Rettungsplan steht – wenn GM es will

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Opels Rettungsplan steht – wenn GM es will

Bei Opel haben sich Management, Gewerkschaft und Betriebsrat auf einen Sanierungsplan für den angeschlagenen Autobauer geeinigt. Die Rettung von Opel steht damit, zumindest theoretisch. Denn ohne grünes Licht aus Detroit geht in Rüsselsheim nichts.
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HB RÜSSELSHEIM. Die Sanierung von Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall steht, nur die Konzernmutter General Motors (GM) muss noch zustimmen. In Europa hätten alle Gremien zum 1. September den Vereinbarungen zwischen Management, Gewerkschaft und Betriebsrat zugestimmt, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz der Nachrichtenagentur dpa.

„Wir haben alle unsere Hausaufgaben gemacht und warten nun abschließend auf die Zustimmung des GM-Verwaltungsrates“, sagte Franz. Die werde aber in Kürze erwartet.

Die Zusage der Beschäftigten, sich mit Beiträgen von jährlich 265 Millionen Euro bis 2014 an der Sanierung des europäischen Autogeschäfts von GM zu beteiligen, war in Europa an die Erfüllung mehrerer Bedingungen bis 1. September 2010 geknüpft.

Dazu zählen unter anderem der Verzicht auf weitere Entlassungen bis Ende 2014, eine Gewinnbeteiligung der Arbeitnehmer, die Rückumwandlung der Adam Opel GmbH in eine Aktiengesellschaft, Tarifverträge für das Entwicklungszentrum, eine Vereinbarung über die Verteilung der Kapazitäten in den europäischen Werken sowie konkrete und verbindliche Investitionszusagen des Managements. Details will Franz erst nennen, wenn GM den Plan angenommen hat.

Die Arbeitnehmerbeiträge werden auf einem Treuhandkonto geparkt. Sie fließen erst, wenn das Unternehmen seine Versprechen erfüllt. Opel/Vauxhall setzten im ersten Halbjahr mit rund 536 000 Fahrzeugen 4,5 Prozent weniger ab als 2009. Der Verlust summierte sich auf 637 Millionen Dollar (501 Mio Euro). Auch im Gesamtjahr wird der Hersteller voraussichtlich noch rote Zahlen schreiben. 2012, möglichst aber schon 2011 will Firmen-Chef Nick Reilly wieder Gewinne einfahren. Dafür will Reilly die Kosten in den Griff bekommen und die Kapazitäten um 20 Prozent senken. Europaweit sollen rund 8000 der 48 000 Jobs wegfallen.

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