Autobauer
Peugeot macht weniger Verlust

Der französische Autokonzern hat seinen Nettoverlust deutlich schmälern können. Operativ schrieb die Auto-Sparte sogar wieder schwarze Zahlen. Nur beim Umsatz musste Peugeot einen Rückgang hinnehmen.
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ParisBei den französischen Autobauern geht es dank strikter Einsparungen bergauf. Peugeot verringerte im ersten Halbjahr seinen Nettoverlust um fast 75 Prozent auf 114 Millionen Euro, wie das Management am Mittwoch mitteilte. Die Auto-Sparte schrieb erstmals seit drei Jahren operativ wieder schwarze Zahlen.

Am Dienstag bereits hatte Renault über einen kräftigen Gewinn-Anstieg berichtet. Beiden Unternehmen half auch die Erholung auf dem europäischen Automarkt. Wäre der Euro gegenüber anderen Währungen nicht so stark, hätten beide Autokonzerne bessere Ergebnisse vorgelegt.

Experten zeigten sich erfreut von den Fortschritten, die Peugeot-Aktie stieg um 6,5 Prozent. Der Konzern warnte aber, es gebe weiter Risiken. Er nannte die Wirtschaftsentwicklung in Schwellenländen, die schleppende Erholung auf dem Heimatmarkt und den Kurs des Euro.

„Unser Umbau-Plan trägt in allen Bereichen Früchte“, sagte Peugeot-Finanzchef Jean Baptiste de Chatillon. Das Programm mit dem Namen „Zurück im Rennen“ hat der seit Februar amtierende Konzernchef Carlos Tavarez auf den Weg gebracht. Er will mit Kostensenkungen bis spätestens 2016 wieder Gewinne einfahren. Dabei soll Reduzierung der Zahl der Modelle um fast die Hälfte helfen.

In den ersten sechs Monaten drückten vor allem negative Wechselkurseffekte den Umsatz leicht auf 27,6 Milliarden Euro. Neben der Auto-Sparte gehören zu Peugeot auch der Zulieferer Faurecia und die Finanzsparte Banque PSA. Das Unternehmen lieferte 1,54 Millionen Fahrzeuge aus, 5,5 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Das Europa-Geschäft legte dabei um 11,7 Prozent zu, während es im Rest der Welt ein Minus von 3,3 Prozent gab. Aufwärts ging es aber in China. Dort weitet Peugeot Produktion mit dem Partner Dongfeng aus, der über eine milliardenschwere Kapitalspritze bei den Franzosen eingestiegen ist. Auch der französische Staat hatte Geld zugeschossen.

Peugeot wurde von der langen Krise auf dem europäischen Automarkt besonders hart getroffen. In den vergangenen beiden Jahren hatte das Unternehmen insgesamt fast 7,3 Milliarden Euro Verlust eingefahren.

Für das Gesamtjahr erwartet Peugeot branchenweit in Europa eine um drei Prozent und in China eine um zehn Prozent höhere Nachfrage. Für Lateinamerika wird hingegen ein Rückgang von sieben Prozent und für Russland von zehn Prozent vorhergesagt.

Renault hatte am Dienstag einen Anstieg des Betriebsgewinns im Halbjahr um ein Viertel auf 729 Millionen Euro präsentiert. Der Umsatz sank allerdings um drei Prozent auf 19,8 Milliarden Euro. Der VW -Rivale streicht Tausende Arbeitsplätze. Zudem führte die enge Partnerschaft mit Nissan aus Japan zu Einsparungen im Einkauf. Auch Renault hat inzwischen mit der Währungsschwäche in einigen Schwellenländern zu kämpfen. Durch die vergangenen Jahre war der Konzern aber auch dank seiner Billigmarke Dacia vergleichsweise gut gekommen

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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