Autobauer rudert zurück
Gewinneinbruch: Toyota senkt erneut Absatzprognose

Der japanische Autohersteller Toyota hat einen Gewinneinbruch erlitten und daraufhin seine globale Absatzprognose gesenkt. Das hatte der weltgrößte Autobauer Ende Juli schon einmal getan. Der schwache Absatz in den USA und hohe Rohstoffkosten machen dem Konzern zu schaffen.

HB TOKIO. Im ersten Quartal verbuchte der japanische Konzern einen Gewinneinbruch um 28 Prozent auf 354 Mrd. Yen (2,1 Mrd. Euro). Der Konzern hielt trotz des derzeit schwierigen Marktumfelds an seinen Gewinnprognosen für das laufende Geschäftsjahr fest, senkte aber erneut seine Absatzerwartung. Zudem bekommt Toyota die Verteuerung der japanischen Landeswährung Yen zum Dollar zu spüren.

Nach einem Gewinneinbruch im ersten Quartal senkte der Autohersteller vor allem wegen der Probleme auf dem US-Markt erneut seine globale Absatzprognose. Toyota rechnet nun nur noch mit dem Verkauf von 8,74 Mill. Fahrzeugen. Erst Ende Juli hatte der Autobauer seine Vorhersagen auf 9,5 Mill. von zuvor 9,85 Mill. Fahrzeugen zurückgenommen. Auch die heimischen Konkurrenten Nissan Motor und Honda Motor leiden unter der Absatzschwäche in den USA. Ebenso macht die Krise den US-Autobauern zu schaffen, die deshalb bereits Fabriken schließen und Stellen streichen mussten.

Hintergrund sind die kräftig gestiegenen Spritpreise und die Finanzkrise, unter denen in den USA die Nachfrage nach bislang beliebten hochmotorisierten Modellen wie den jahrelang boomenden sportlichen Geländewagen (SUV) leidet. Auch Toyota hat in den USA, seinem wichtigsten Einzelmarkt, vor allem mit der schrumpfenden Nachfrage nach diesen Wagen sowie nach schweren Pick-Ups zu kämpfen.

"Das Branchenumfeld hat sich deutlich verschlechtert, was zu einem sehr schwierigen ersten Quartal geführt hat", sagte Toyota-Vizepräsident Mitsuo Kinoshita bei einer Pressekonferenz. Das Unternehmen müsse schnell und flexibel reagieren, um die Probleme zu bewältigen. Es hatte bereits angekündigt, künftig auf die Produktion spritsparender Autos zu setzen.

Der Umsatz ging im Berichtszeitraum um 4,7 Prozent auf 6,2 Billionen Yen zurück. Der Gewinneinbruch im ersten Quartal fiel mit 28 Prozent indes geringer aus als von Analysten erwartet. Für das Gesamtjahr hielt der Konzern trotz der reduzierten Absatzerwartung an seiner Gewinnprognose fest und strebt 2008/2009 einen Betriebsgewinn von 1,6 Billionen Yen an. Dies wäre ein Rückgang von rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und der erste Gewinnrückgang bei Toyota seit 2002. Die gestiegenen Rohstoffkosten will Toyota mit Kostensenkungen auffangen.

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