Autobauer steigert Absatz
Volkswagen trotzt Konjunkturschwäche

Europas größter Autokonzern Volkswagen verkauft trotz schwächelnder Konjunktur mehr Autos als im vergangenen Jahr. Doch Konzernvertriebschef Detlef Wittig "Gewitterwolken auf die weltweiten Automobilmärkte zukommen".

HB HANNOVER. Im ersten Halbjahr gingen 3,27 Mill. Fahrzeuge an die weltweite Kundschaft, 5,8 Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie der Wolfsburger Autobauer Volkswagen am Donnerstag mitteilte. Der Weltmarkt habe im gleichen Zeitraum nur um ein Prozent zugelegt.

Im Juni fand der Konzern für die Autos seiner acht Marken 573 000 Kunden, das waren 2,4 Prozent mehr als vor Jahresfrist, während der Markt um fünf Prozent einbrach. Konzernvertriebschef Detlef Wittig warnte mit Blick auf die Zukunft vor zu viel Zuversicht: "Wir sehen zunehmend Gewitterwolken auf die weltweiten Automobilmärkte zukommen."

Auch in Deutschland setzte sich Volkswagen vom schwachen Markt ab und lieferte im ersten Halbjahr mit 534 000 Fahrzeugen 3,7 Prozent mehr aus als vor einem Jahr. Dagegen schrumpfte der Absatz in Westeuropa ohne Deutschland um 3,6 Prozent auf 1,07 Mill. Autos. Stärker legten die Wolfsburger in Osteuropa zu, wo Volkswagen die Auslieferungen um 18,7 Prozent steigerte. Insgesamt erhöhten sich die Verkäufe in Europa um 1,3 Prozent auf 1,84 Mill. Einheiten. In China lieferte VW mit 531 600 Fahrzeugen 23,2 Prozent mehr aus.

Die Kernmarke VW steigerte den Absatz seit Jahresbeginn mit 1,9 Mill. Fahrzeuge um 5,8 Prozent. Die Ingolstädter Schwestermarke Audi verkaufte 516 000 Wagen (plus 1,4). Die tschechische Marke Skoda setzte 17,9 Prozent mehr Autos ab, während die spanische Marke Seat um 7,5 Prozent schrumpfte. Erfolgreicher waren die Nutzfahrzeuge, von denen VW 12,9 Prozent mehr verkaufte.

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