Autobauer
Toyota will in Europa emotionaler werden

Bisher baute Toyota Autos, die vor allem eines waren: ökologisch wertvoll. Dass europäische und US-Kunden beim Autokauf häufig ihrem Bauchgefühl folgen, blieb unberücksichtigt. Jetzt wollen die Japaner umdenken.
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MünchenDer japanische Autobauer Toyota will sein etwas biederes Image in Europa ablegen. „Bisher verhinderten die Controller, dass wir ein Cabrio bauen“, sagte Deutschland-Präsident Toshiaki Yasuda dem „Focus“. Es habe in Japan die Regel gegolten, dass nur ein Modell gebaut werde, wenn es auf jeden Fall Gewinn abwerfe. Nun denke der Autohersteller aber um. „So ein Auto ist eine unbezahlbare Werbung für die Marke“, meinte Yasuda.

In Japan stehe beim Autokauf der ökologische Wert im Vordergrund, betonte der Manager. Toyota habe aber erkannt, dass in Europa Autos „mit dem Bauch gekauft“ würden. Deshalb wolle man für diesen Markt emotionalere Modelle entwickeln, auch gemeinsam mit dem Partner BMW. Für in Europa geplante Sportwagen sehe er zudem gute Absatzchancen in den USA, sagte Yasuda dem Magazin.

Toyota hatte in den ersten sechs Monaten 2012 bei den weltweiten Absatzzahlen (plus 34 Prozent auf 4,97 Millionen Fahrzeuge) die großen Konkurrenten General Motors (plus 2,9 Prozent auf 4,7 Mio) und Volkswagen (plus 8,9 Prozent auf 4,45 Mio) wieder auf die Plätze verwiesen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • ... Es würde schon helfen, wenn die Toyota Händler kundenorientierter wären und Toyota selbst die eigenen Versprechungen hinsichtlich Qualität und technischer Daten einhalten würde. Das war über viele Jahr das Erfolgsrezept und ist auch das, was Toyota Käufer von der Marke erwarten.

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