Autobauer
Toyota will offenbar Präsident auswechseln

Gestern hatte Toyota auf der Bilanz-Pressekonferenz den ersten Jahresverlust der Firmengeschichte angedroht. Da ist es kein Wunder, dass umgehend Gerüchte über personelle Konsequenzen durch die Medien geistern. Offenbar plant der weltgrößte Autobauer, im April seinen Präsidenten auszuwechseln.

HB TOKIO. Künftig solle der derzeitige Vize-Präsident Akio Toyoda das Unternehmen führen, berichtete die japanische Zeitung "Asahi" ohne Angabe von Quellen am Dienstag. Der derzeitige Präsident Katsuaki Watanabe werde Vize-Vorsitzender des Verwaltungsrats. Eine Sprecherin des Konzerns sagte, es nichts entschieden worden.

Akio Toyoda ist ein Enkel des Unternehmensgründers Kiichiro Toyoda. Toyota hatte am Montag angekündigt, im Zuge des globalen Wirtschaftsabschwungs erstmals in seiner Firmengeschichte einen operativen Verlust im Geschäftsjahr zu erwarten. Als Gründe nannte der Konzern einen deutlichen Absatz-Rückgang sowie den Anstieg der Landeswährung Yen. Im Vorjahr hatte der Autobauer noch einen Rekordgewinn eingefahren. Watanabe steht seit Juni 2005 an der Spitze des Unternehmens.

Der 52-jährige Toyoda ist ein Enkel von Firmengründer Kiichiro Toyoda. Er wäre das erste Mitglied der Gründerfamilie an der Spitze des Autokonzerns seit 14 Jahren. Am Sitz des Autoriesen war zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht zu bekommen.

Am Montag hatte das Unternehmen angekündigt, angesichts der Krise erstmals in der Firmengeschichte rote Zahlen zu schreiben. Für das im März endende Geschäftsjahr erwarte das Unternehmen einen operativen Verlust von umgerechnet 1,22 Mrd. Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%