Autobauer überrascht mit Gewinnplus
BMW will zurück in die Zukunft

Der Branchenprimus berappelt sich. Nach einem schwierigen Quartal kann BMW-Chef Harald Krüger deutlich mehr Gewinn präsentieren. Warum der Konzern nun wieder an eine erfolgreiche Zukunft glaubt.
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MünchenDank glänzender Verkaufszahlen in Europa und den USA hat BMW im dritten Quartal die Schwäche in China umrundet und überraschend viel Gewinn eingefahren. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) kletterte um 12,8 Prozent auf 2,26 Milliarden Euro, wie der Münchner Autobauer am Dienstag mitteilte. Zugute kam BMW dabei ein höheres Finanzergebnis. Zudem warf die Motorradsparte deutlich mehr Gewinn ab.

Aus China, wo der Automarkt zuletzt schwächelte, floss indes erneut weniger Geld nach München. Unterm Strich legte der Gewinn um 20,5 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro zu – auch hier übertraf BMW die Erwartungen der Analysten. „Wir halten den Kurs des profitablen Wachstums“, sagte Vorstandschef Harald Krüger und bekräftigte die Prognose.

BMW strebe neue Höchstwerte bei Absatz, Umsatz und Ergebnis an, wiederholte Finanzchef Friedrich Eichiner. Bei den Verkaufszahlen der drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce ist ein solider Zuwachs geplant, zwischen fünf und 9,9 Prozent. Dafür sollen insgesamt 15 neue und überarbeitete Modelle sorgen, etwa das neue Flaggschiff 7er. Die BMW Group wolle 2015 die Nummer 1 im Premiumsegment bleiben, betonte der Konzern erneut. Zuletzt kam Mercedes-Benz nahe an die Münchner heran, Audi fiel auf Platz 3 zurück. Beide wollen BMW bis 2020 als führenden Oberklasse-Hersteller ablösen.

Mercedes-Benz profitiert dank seiner jungen Modellpalette vor allem von besseren Geschäften in China, während die Rivalen dort Federn ließen. Bei BMW schlug sich die Schwäche im einstigen Absatzparadies besonders bei der Luxusmarke Rolls-Royce nieder. In China, dem größten Pkw-Markt der Welt, wird sich der Kampf um die Krone im Premiumsegment entscheiden.

Auch bei den Luxuslimousinen hat BMW noch Nachholbedarf. Der 7er war als Auslaufmodell zuletzt nur wenig gefragt. Die Neuauflage des Spitzenmodells, die auf der IAA präsentiert wurde, muss nun den Rückstand zur Mercedes S-Klasse aufholen. Je schneller das gelingt, desto positiver für den Profit. Bisher verwässert die gestiegene Nachfrage nach günstigeren Modellen den Münchenern die Rendite. Sie sind – neben den weiterhin erfolgreichen SUV-Modellen – auch der Hauptgrund für den zuletzt gestiegenen Absatz. Allein im dritten Quartal steigerten die drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce ihren Absatz um rund 6,9 Prozent auf 545.000 Fahrzeuge.

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BMW will zurück in die Zukunft

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Für Krüger bleiben Baustellen

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  • Tesla sitzt denen allen im Nacken.

    Vor 10 Jahren konnte man mit dem Namen nicht viel anfangen. Heute beliefert Tesla die etablierten Autobauer mit elektrischen Komponenten.

    Man sieht an diesem Beispiel, dass sich in kurzer Zeit viel ändern kann und über jahrzehntelang bekanntes, bewährtes (und bequemes) plötzlich massiv verliert und kritisch hinterfragt wird.

    Eine, wenn auch kleine, Zeitenwende hat Tesla immerhin eingeläutet. Ganz gleich, ob Elektroautos sich nun durchsetzen oder weiterhin teure Spielerei bleiben. Das Augenmerk richtet sich derzeit auf Tesla.

  • Bleiben sie doch gelassen, die Kurse steigen bie BMW ist das nicht das wichtigste?
    Leider hat VW noch ein bischen mehr "manipuliert", das dämpft die Stimmung etwas,
    aber heute abend um 20 Uhr gibt es wieder ein Rede von Herrn Draghi.
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/ezb-verantwortliche-trafen-banker-vor-wichtigen-entscheidungen-13890743.html
    Jetzt wissen wir wohl auch warum es im Dax ausserbörsliche Tiefstkurse gibt, die an
    der Frankfurter Börse nicht gestellt werden. Und warum der Dax VOR der Rede
    des Herrn Draghi bereits auf Höhenflug ging!!!!!
    http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/steuerrazzia-beim-deutschen-fussball-bund-in-frankfurt-13890929.html
    Aber alles ist ja ohne irgendwelche Konsequenzen möglich

  • Warum denn so gehässig. Das Handelsblatt hat innovative Lösungen. Würden wir unsere Grenzen wie die Kommentarfunktion öffnen und gleich wieder schließen wäre das Problem gelöst. Und die Merkel hätte ihre nach allen Seiten offene Grenzen. Ja. Und BMW find ich auch gut.

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