Autobauer
Volkswagen mit dickem Absatzplus

Europas größter Autobauer Volkswagen hat im September erneut mehr Autos verkauft. Allein im vergangenen Monat seien weltweit 615 100 Fahrzeuge ausgeliefert worden, teilte der Konzern mit – und warnte vor zu großem Optimismus. Unterdessen steht der Termin für die außerordentliche Hauptversammlung fest.

HB WOLFSBURG. Europas größter Autobauer Volkswagen hat im September erneut mehr Autos verkauft. Allein im vergangenen Monat seien weltweit 615 100 Fahrzeuge ausgeliefert worden, teilte der Autokonzern am Freitag in Wolfsburg mit. Das waren 11,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Von der Kernmarke VW gingen 397 100 Fahrzeuge an die Kunden - eine Steigerung von 22,8 Prozent.

Den eigenen Marktanteil für die Monate Januar bis September beziffert VW nun auf 11,7 Prozent. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 10 Prozent. VW habe seine Position als Marktführer in den wichtigen Kernmärkten China, Brasilien und Deutschland verteidigt, hieß es. VW warnte allerdings vor zu großem Optimismus. „2010 wird ein schwieriges Jahr, vor allem in unseren Kernmärkten in Westeuropa“, sagte Konzernvertriebschef Detlef Wittig.

Unterdessen plant Volkswagen eine außerordentliche Hauptversammlung am 3. Dezember. Dort sollen Aktionäre über die geplante Kapitalerhöhung abstimmen. Auf der Tagesordnung stehe unter anderem die Ermächtigung zur Ausgabe neuer Vorzugsaktien, teilte VW am Freitag mit. Damit will VW seinen mittelfristigen finanziellen Handlungsspielraum wahren und sein Rating absichern.

Die Kapitalerhöhung soll vier Mrd. Euro einbringen und die Übernahme von Porsche finanzieren. VW will den Stuttgarter portwagenbauer bis Mitte 2011 als zehnte Marke in den Konzern integrieren und plant eine Übernahme des Autogeschäfts in zwei Schritten. Zudem soll das Salzburger Autohandelsgeschäft von Porsche für rund drei Milliarden Euro an VW verkauft werden. Derzeit hält Porsche rund 51 Prozent der VW-Stammaktien. Vorzugsaktionäre äußerten zuletzt in einem Brief an den VW-Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piech massive Kritik gegen die geplante Übernahme des Sportwagenbauers.

Laut der am heutigen Freitag veröffentlichten Tagesordnung sollen die Aktionäre den Vorstand ermächtigen, das Grundkapital bis 2014 einmalig oder mehrfach durch die Ausgabe von insgesamt bis zu 135 Mio. neuen, stimmrechtslosen Vorzugsaktien zu erhöhen. Dabei sollen alle Altaktionäre ein Bezugsrecht erhalten.

Außerdem soll über Sitze im Aufsichtsrat abgestimmt werden. So sollen die Aktionäre darüber entscheiden, ob das Land Niedersachsen zwei Mitglieder in das Gremium entsenden darf. Darüber hinaus werden Hans Michel Piëch und Ferdinand Oliver Porsche als Nachfolger für den ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und Holger Härter im Aufsichtsrat vorgeschlagen.

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