Autobauer
VW lässt Absatzprobleme in Europa hinter sic

Volkswagen hat dank Zuwächse in China und Europa die Zahl seiner Auslieferungen gesteigert. Rund um den Globus wurde Volkswagen im Januar fast 800.000 Fahrzeuge los – trotz sinkenden Absatzes in den USA und Brasilien.
  • 0

HamburgVolkswagen hat den Absatz zu Jahresanfang dank kräftiger Zuwächse in China und Europa gesteigert. Rund um den Globus schlug der Zwölf-Marken-Konzern im Januar 798.100 Fahrzeuge los, 6,5 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Dabei kletterte nach langer Durststrecke der Absatz in Europa um 8,5 Prozent. „Vor allem Westeuropa scheint die Talsohle hinter sich lassen“, sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler am Freitag. Hier schlug Volkswagen 6,3 Prozent mehr Wagen los als vor Jahresfrist. In Deutschland steigerte Europas größter Autobauer den Absatz um 11,6 Prozent.

Besonders kräftig kletterten die Auslieferungen mit 15,5 Prozent auf dem weltweit größten Automarkt in der Volksrepublik - und dies, obwohl das chinesische Neujahrsfest in diesem Jahr bereits Ende Januar begann. Während der mehrtägigen landesweiten Feierlichkeiten werden im Reich der Mitte in der Regel kaum Autos verkauft. Dagegen lieferte der Zwölf-Marken-Konzern in den USA 13,4 Prozent weniger Wagen aus als vor einem Jahr. Dort macht den Wolfsburgern schon seit längerem zu schaffen, dass sich der US-Passat inzwischen nicht mehr so gut verkauft. In Brasilien schrumpften die Verkäufe sogar um mehr als ein Fünftel.

Am stärksten unter den Marken legten die Oberklassetochter Audi (plus 11,7 Prozent) und die tschechische VW-Tochter Skoda (plus 16,5) zu. Die Hauptmarke VW verkaufte weltweit 4,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei Seat stagnierte der Absatz. Die Auslieferungen der beiden Lkw-Töchter MAN und Scania sind in den Zahlen nicht enthalten.

Im vergangenen Jahr hatte der Zwölf-Marken-Konzern aus Wolfsburg die Opel-Mutter General Motors beim Konzernabsatz überholt und liegt nun - einschließlich MAN und Scania - auf Rang zwei hinter Weltmarktführer Toyota.

An seinen sechs westdeutschen Standorten und bei der Volkswagen Sachsen GmbH übernimmt Volkswagen insgesamt 1100 Zeitarbeitnehmer. Das teilte der Betriebsrat in Wolfsburg am Freitag mit. „Das ist keineswegs selbstverständlich. In vielen anderen Betrieben haben Leiharbeitnehmer keine echte Chance auf eine feste Anstellung“, betonte der Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh. In den vergangenen vier Jahren habe der Konzern rund 7200 Zeitarbeitskräfte übernommen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Autobauer: VW lässt Absatzprobleme in Europa hinter sic"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%