Autobauer
VW plant Zusatzschichten bis Jahresende

Die Abwrackprämie in Deutschland ist zwar ausgelaufen, doch bei Volkswagen brummt die Produktion noch immer. Um den Auftragsbestand abzuarbeiten, plant der Konzern in seinem Stammwerk in Wolfsburg Sonderschichten bis zum Ende des Jahres. Doch bei einer erfolgsverwöhnten VW-Tochter ist die Lage weniger gut.

HAMBURG. Über die Details für die Sonderschichten in Wolfsburg verhandeln derzeit Management und Betriebsrat, erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen. In Wolfsburg stellt der Autobauer die Modelle Golf, Tiguan und Touran her. Nach zusätzlichen Schichten im September sollen die nächsten Sonderschichten noch im Oktober gefahren werden.

Ende August hatte Volkswagen vor allem wegen der staatlichen Verkaufsförderung einen europaweiten Auftragsbestand von 250 000 Fahrzeugen verzeichnet. Nach der Einigung auf einen neuen Haustarifvertrag für die 95 000 westdeutschen VW-Beschäftigen Anfang der Woche stehe der Ausweitung der Produktion kein grundsätzliches Hindernis mehr im Weg, heißt es.

Eine formale Vereinbarung über neue Zusatzschichten gibt es noch nicht. Konkrete Termine müssen noch im Rahmen der Gespräche zwischen Management und Betriebsrat vereinbart werden. Teilnehmer rechnen mit einer baldigen Einigung.

Schwieriger gestaltet sich die Lage bei der VW-Tochter Skoda. Die Tschechen erwägen offenbar für Ende Oktober einen Stopp der Bänder an zwei Tagen, um einen Lageraufbau zu vermeiden. "Es ist noch nicht entschieden, aber darüber wird im Rahmen der Bestandsaufnahme nachgedacht", sagte ein Skoda-Sprecher am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Vor allem die Bestellungen für den Kleinwagen Fabia gehen nach dem Ende der Abwrackprämie in Deutschland zurück.

Der Volkswagen-Konzern hatte dank seiner Klein- und Kompaktwagen besonders von der staatlichen Förderung profitiert. Eine gerade angelaufene Vertriebsoffensive mit Sonderausstattungen und Servicepaketen soll einen Verkaufseinbruch bei der Kernmarke VW verhindern.

Mark C. Schneider
Mark C. Schneider
Handelsblatt / Redakteur
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